© Foto: Hans-Christian Wagner

Trotz Corona: Leukämielauf am Sonntag – aber anders

Am kommenden Sonntag findet trotz der Corona-Krise der Leukämielauf 2020 statt. Allerdings diesmal etwas anders als gewöhnlich.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Wir haben vorsichtshalber nur 1.500 Laufshirts bestellt“, erklärt Organisationsleiterin Anna-Maria Thurow die gedämpften Erwartungen für den diesjährigen Leukämielauf am kommenden Sonntag. Die 22. Auflage des beliebten Volkslaufes am kommenden Sonntag, 4. Oktober, steht unter dem Motto „Getrennt laufen für ein gemeinsames Ziel“. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gibt um 11 Uhr auf dem RT-Platz den virtuellen Startschuss. Laufen können die bislang über 1.700 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von einem bis 77 Jahren dann auf ihrer frei wählbaren Lieblingsstrecke. Wer will, kann bei einem der beiden Außenreporter in Mariaort und am Westbadweiher „vorbeischauen“. Diese übertragen von 11 bis 13 Uhr via Skype und Facebook ins Internet. Zudem können die teilnehmenden Sportler ihre aufgezeichneten Strecken via Messenger und WhatsApp zur Veröffentlichung schicken.

Nicht schlecht staunte das Organisationsteam um die Geschäftsführerin der Leukämiehilfe mit Alex Fuchs und der Mannschaft des LLC Marathon am letzten Samstag bei der Startnummern- und Laufshirt-Ausgabe am Dultplatz. Binnen vier Stunden waren alle 1.500 der mintgrünen Funktionsshirts abgeholt. Die Nachmeldung läuft derzeit weiter über die Internet-Adresse www.leukaemielauf.de. Auch wenn die Shirts aus sind, können die Startnummern der Nachmelder am Lauftag selbst in der Zeit von 8 bis 10 Uhr auf dem Dultplatz abgeholt werden.

Warum Startnummern, wenn das kollektive Lauf- und Familienerlebnis, das jedes Jahr Anfang Oktober Tausende Läufer und Gäste ins RT-Stadion zog, aufgrund der momentanen gesundheitlichen Situation wegfällt? „Auch wenn wir getrennt laufen müssen, laufen wir für ein gemeinsames Ziel“, erklärt Prof. Dr. Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. und Erfinder des Leukämielaufes, der sich am Sonntag wieder selbst die Laufschuhe anziehen wird. Wer will, kann nämlich in der Zeit von 11 bis 13 Uhr bei einem der beiden Außenreporter – Stephan Irrgang in Mariaort und Hartmuth „Haki“ Hoffmann am Westbadweiher – vorbeilaufen, die dort mit Videokameramann stehen und das Laufgeschehen ins Stadion zu Rudi Obermeier übertragen, der ebenfalls kommentiert und bereits ab 10:30 Uhr das Aufwärmprogramm mit Claudia Seebauer sowie eine Spendenübergabe und Interviews mit den Botschafterinnen und Botschaftern der Leukämiehilfe koordiniert. Übertragen wird das Geschehen via Skype und Facebook ins Internet. Wer will, kann also Bestandteil des gemeinsamen Erlebens werden. Nächste Steigerungsform ist die Aufzeichnung der persönlichen Laufstrecke über eine so genannte Tracking-App. Wer will, kann seinen „Trail“ über die Facebook-Seite der „Leukämiehilfe Ostbayern e.V.“ per Messenger zur Veröffentlichung schicken. Alternativ können die Strecken per WhatsApp an die Nummer 0171/8668666 gesendet werden.

Auf verschiedenen Wegen wird also versucht, bei allem notwendigen Abstand ein Gefühl der Gemeinsamkeit zu erzeugen. Bekanntlich fließen die Start- und Sponsorengelder des Leukämielaufes 2.0 in ein besonderes Projekt: Geplant ist ein Sport- und Bewegungszentrum für Krebskranke direkt neben dem Patientenhaus auf dem Gelände des Universitätsklinikums. In zwei Sporthallen und einem „Kraftraum“ soll dort als konsequente Fortführung des bereits etablierten „Fit for Cure“-Programmes Erkrankten und Menschen in der Gesundungsphase die Möglichkeit zum begleiteten Sport gegeben werden. Klinische Studien haben ergeben, dass sich Sport und Bewegung positiv auf den Gesundungsprozess auswirken und die Gefahr von Wiedererkrankungen deutlich senken.