© L. Sendtner

Riedenburg: Schleuse muss bis 19.6. gesperrt bleiben

Ein Fahrfehler des Kapitäns war wohl die Ursache für den Schiffsunfall am vergangenen Mittwoch in der Schleuse in Riedenburg. Laut Wasserschutzpolizei Beilngries liegt derzeit kein technischer Fehler am Schiff vor. Allerdings werde noch ermittelt und Daten ausgewertet. An der Schleuse war bei der Havarie großer Sachschaden entstanden. Die Schleuse wird laut Wasserstraßen und Schifffahrtsamt noch bis nächste Woche gesperrt bleiben.

Auch wenn über die Pfingstfeiertage Arbeiten durchgeführt werden konnten, muss die Schleuse noch bis 19.6. still stehen. Dazu trägt auch bei, dass ein benötigtes Bauteil erst noch hergestellt werden muss. Auch die Verankerung des neuen Kantenschutzes stellt laut Pressemitteilung eine Herausforderung dar.

Vergangene Woche war ein Schiff mit der Schleuse kollidiert und hatte erhebliche Schäden verursacht.

 

Die Pressemitteilung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts:

Die sofort nach der Havarie am Mittwochabend angelaufenen Instandsetzungsmaßnahmen an der Schleuse Riedenburg konnten auch über die Pfingstfeiertage fortgesetzt werden. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten einen Pfingstspaziergang, um sich vor Ort über den Schaden und die Instandsetzungsmaßnahmen zu informieren.

Für die Arbeiten musste der Revisionsverschluss eingebaut und die Schleusenkammer geleert werden. Auch musste das 45to schwere Untertor mit einem großen Autokran ausgebaut werden, um an den beschädigten Bereich zu gelangen.

Nach Einbau eines Arbeitsgerüstes konnte am Samstag früh der auf 6m Länge beschädigte Bereich des senkrechten Stahlholms, der die wichtige Dichtleiste für das Schleusentor aufnimmt, abgebrannt und abgebrochen werden. Diese Arbeiten konnten bis Pfingstmontag erfolgreich abgeschlossen werden. Das verantwortliche Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK dankt den Anwohnerinnen und Anwohnern für Ihr Verständnis für die Belastungen durch die Abbrucharbeiten am Pfingstwochenende.

Seit heute Morgen läuft der Betonabtrag des geschädigten Bereiches mit einem Hochdruckwasserstrahlverfahren.

Im Hintergrund läuft mit einer anderen Art Hochdruck die Ausführungsplanung für die Verankerung des neuen Kantenschutzes. Aufgrund der hohen Kräfte, die das Bauteil aufnehmen muss und der beengten Montagebedingungen stellt diese Aufgabe eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung dar.

Auf dem kritischen Weg ist die Herstellung des 6m langen und verstärkten Stahlbauelements. Das Material muss erst noch beschafft werden und dann exakt nach der Ausführungsplanung hergestellt werden. Auch die nach der Montage auszuführenden Betonarbeiten benötigen Zeit zur Aushärtung.

So muss nach aktueller Planung davon ausgegangen werden, dass die Schleuse Riedenburg trotz Feiertags- und Wochenendarbeiten noch bis Mittwoch, den 19.6.2019, 22:00 Uhr gesperrt bleiben muss.

Für die Schifffahrt, die sich aufgrund der unplanmäßigen Sperre, bereits von Regensburg bis Hilpoltstein staut, bedeutet diese Unterbrechung große Verluste. 38 Schiffe sind derzeit betroffen, davon 10 Fahrgastkabinenschiffe.

Die Ermittlungen zur Unfallursache durch die Wasserschutzpolizei sind noch nicht abgeschlossen. Am unfallverursachenden Schiff sind keine größeren Schäden entstanden, die Besatzung und die Passagiere sind unverletzt. Es liegt keine Gewässerverunreinigung vor.

 

Pressemitteilung/KH/MF