Corona-Krise: Regensburger Gastronomen stellen Forderungen an die Stadt

Am Freitag startet im Stadtpark in Regensburg "Hahn's Sommergarten", sozusagen ein "Dult-Ersatz". Als dies bekannt wurde war das Erstaunen und die Verärgerung bei den Regensburger Gastronomen groß. Sie haben deshalb eine Online-Petition gestartet und am Mittwoch gemeinsam ihre Forderungen an die Stadt ausgearbeitet. Das Ergebnis haben sie heute (Donnerstag) vorgestellt. 

Regensburg: Gastronomen fühlen sich von Stadt alleine gelassen
150 Gastronomen sind dabei: sie wollen sich an die Stadt Regensburg wenden und ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Sie fühlen sich missverstanden und benachteiligt. Der Grund: Festwirt Michael Hahn darf ab Freitag seinen Sommergarten im Stadtpark öffnen.  – Also: eine Art Dult-Ersatz. Das Problem daran: Auch andere Gastronomen hätten schon vor Monaten  bei der Stadt angefragt, ob sie denn Grünflächen zur Bewirtschaftung nutzen dürfen. Öffentliche Parks wurden bisher aber immer ausgeschlossen.

 

Viele Regensburger Gastronomen sind sauer. Der Grund: Festwirt Michael Hahn öffnet diesen Freitag „Hahn’s Sommergarten“. Mit: Biergarten-Betrieb im Stadtpark. Dabei hätten auch schon andere Wirte bei der Stadt angefragt, ob sie Plätze für Gastronomen zur Verfügung stellen könnte.

Seit Freitag gibt es darum auch eine Online-Petition an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Die Kritik: Regensburger Unternehmen seien nicht Mal gefragt worden.

Laut Aussage der Stadt sei aber nicht die Stadt auf Michael Hahn zugekommen. Sondern andersrum. Hahn habe nämlich ein konkretes Konzept eingereicht, welches die Stadt dann genehmigt hat. Die Gastronomen sehen dies aber anders: Regensburgs Dritter Bürgermeister Ludwig Artinger hatte auf Anfrage der Gastronomen lediglich den Grieser Spitz und die Schillerwiese zur Nutzung angeboten. Keine anderen Flächen, speziell auch nicht der Stadtpark oder der Dultplatz wären zur Auswahl gestanden. Für den momentanen "Problempunkt" Grieser Spitz hätten die Gastronomen aufgrund der aktuellen Lage kein Angebot abgegeben. 

Jetzt fordern die Regensburger Gastronomen von der Stadt konkrete Maßnahmen. Unter anderem möchten sie einen Vertreter als Ansprechpartner für die Gastronomen. Die Stadt solle mit entsprechenden Möglichkeiten auf die Gastronomen zukommen. Auf dem Dultplatz solle ein ähnliches Konzept wie bei der Ersatz-Dult in der Innenstadt beziehungsweise bei "Hahn's Sommergarten" in der Altstadt entstehen. Ein wichtiger Punkt sind auch die Freisitze und Heizpilze in der Wintersaison. Die Stadt überprüft gerade, ob dies vor allem in den Monaten Dezember und Januar möglich ist. Dies würde den Gastronomen sehr entgegen kommen.

 

 

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