Eschlkam: Fahndung nach Tätern – Keine Anhalter mitnehmen

Im Landkreis Cham fahndet die Polizei derzeit mit einem Großaufgebot nach zwei Tätern. Laut Polizei wurde heute (01.07) bei Eschlkam (Nahe des Grenzübergangs) ein Opel mit gestohlenen Kennzeichen aufgehalten. Nach ersten Informationen aus Furth im Wald wurde bereits eine Person festgenommen. Bei dieser handelt es sich um einen 43-jährigen polnischen Mann.  Zwei weitere Personen sind auf der Flucht, nach ihnen wird gefahndet.

 

Im Grenzgebiet sind alle verfügbaren Streifen - sowohl auf deutscher als auch auf tschechischer Seite - im Einsatz. Auch Diensthunde ein ein Hubschrauber sind bei der Fahndung dabei.  Ob die beiden Flüchtigen bewaffnet oder gefährlich sind, ist unklar. Bei der Kollision wurde nach ersten Informationen keiner der Beamten verletzt.

 

Die Polizei hat eine Warnmeldung herausgegeben, keine Anhalter mitzunehmen.

 

 

Beschreibung der beiden Flüchtigen

Erster Täter:

  • 35 - 40 Jahre alt
  • 180 - 190 cm groß
  • Schlanke, sportliche Figur
  • Schwarze Kurzhaarfrisur
  • Kurze blaue Hose
  • Schwarzes T-Shirt

 

 

 

 

Zweiter Täter:

  • 45 - 50 Jahre alt
  • 170 - 175 cm groß
  • Stämmige Figur
  • Glatze
  • Kurze beige Hose
  • Schwarzes T-Shirt

Anwohner: Warnschüsse gefallen

Wir haben heute mit Siegmund Breu gesprochen, der als Anwohner Zeuge der Polizeiaktion geworden ist.

Unserem Reporter hat er heute bestätigt, dass die Täter zu Fuß geflüchtet sind. Dabei seien von Seiten der Polizei auch drei Warnschüsse gefallen. Nachdem bereits einer der Täter festgenommen werden konnte, haben sich die beiden anderen Personen wohl zu Fuß in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Dabei sollen sie eine große Tasche dabei gehabt haben.

 

 

 

Foto: Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich offenbar um den Wagen der Zivilstreife sowie das Auto das die Täter benutzt und dann zurückgelassen haben.

 

 

 

 

Facebook-Video: Reporter bei Eschlkam

Zusammenhang mit Explosion in Pentling?

 

 

Ob ein Zusammenhang zu dem spektakulären Raub in Pentling (heute, 1:45 Uhr) besteht, ist noch nicht klar.

Dort haben in der Nacht auf Freitag bislang unbekannte Täter in einer Bankfiliale zwei Geldautomaten gesprengt. Dadurch wurde der Verbrauchermarkt, in dem die beiden Automaten standen, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Nach ersten Informationen wurden in Pentling heute mehrere Zehntausend Euro gestohlen- Am Gebäude soll ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden sein.

 

 

 

Videos aus Eschlkam

Der Bericht der Polizei:

Heute gegen 08.00 Uhr sollte ein Pkw Opel auf der Staatsstraße 2140 zwischen dem Ortsteil Neuaign und der Landesgrenze durch eine Fahndungseinheit der Polizeiinspektion Furth im Wald einer Routinekontrolle unterzogen werden. Der Fahrer des zu kontrollierenden Pkw wollte sich der Kontrolle durch Flucht entziehen.

Kurz vor 08.00 Uhr wurde ein Pkw Opel mit Regensburger Kennzeichen von einer Streife der Fahndungseinheit der PI Furth im Wald routinemäßig kontrolliert werden. Dieser Kontrolle entzog sich der Fahrzeuglenker indem er flüchtete. Bei der Nachfahrt mit dem Dienstfahrzeug kam es kurz darauf zu einem Zusammenstoß, bei dem das flüchtige Fahrzeug gestoppt werden konnte. Der genaue Unfallhergang wird derzeit geklärt. Personen wurden nicht verletzt.

 

Die Fahrzeuginsassen sprangen aus dem Pkw und flüchteten zu Fuß. Durch die Streifenbeamten konnte eine flüchtige Person vorläufig festgenommen werden. Mindestens zwei weitere Personen konnten die Flucht in ein angrenzendes Waldgebiet weiterhin zu Fuß fortsetzen. Von den Polizeibeamten wurden Warnschüsse in die Luft abgegeben, die die Flüchtenden aber unbeeindruckt ließen. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 43jährigen polnischen Staatsbürger.

 

Die Zivilstreife meldete den Vorfall sofort an die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Von dort wurde eine Großfahndung mit Streifen der Polizeidienststellen aus dem Raum Furth/Cham, einem Polizeihubschrauber und verschiedenen Streifen der Bundespolizei unter Koordination des Dienststellenleiters der PI Furth im Wald ausgelöst. Die groß angelegten Fahndungsmaßnahmen dauern derzeit an. Über das Gemeinsame Zentrum Schwandorf wurden auch Tschechische Polizeibeamte in die Fahndung eingebunden.

 

Bei der Überprüfung des Pkw Opel stellte sich heraus, dass das Regensburger Kennzeichen gestohlen war. Ob dies der alleinige Grund für die Flucht war, oder ob die Flüchtigen auch für weitere Straftaten in Frage kommen, müssen die weiteren Ermittlungen der Kripo Regensburg zeigen. Da nicht auszuschließen ist, dass die flüchtigen Personen möglicherweise versuchen, per Anhalter die Flucht weiter fortzusetzen, wurde eine Rundfunkdurchsage mit entsprechendem Warnhinweis veranlasst, dass im Raum Furth im Wald keine Personen auf- und mitgenommen werden sollen.

 

 

 

MF/LS/RH