Fr., 02.11.2018 , 14:41 Uhr

Spende für Leukämiehilfe Ostbayern nach Tod von Beate Wild

Nachdem Beate Wild Anfang 2014 von einer Rucksacktour quer durch Zentralamerika zurück kam machte ihr eine vermeintliche Mandelentzündung zu schaffen, die nicht vergehen wollte. Nach Einweisung in die Uniklinik stellte sich heraus, dass es sich um Leukämie handelt. 53 Monate später verlor dieser lebensfrohe Mensch den Kampf gegen die Krankheit. Jetzt erfüllten ihr Lebensgefährte Harry Lugauer und seine Schwester Tanja – seit der Lehrzeit beste Freundin von Beate Wild – deren letzten Willen:  Lieber Spenden als Blumen am Grab, denn „Blumen blühen kurz, die Hilfe ist für eine Ewigkeit“. Prof. Dr. Reinhard Andreesen, Vorsitzender der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. nahm den Scheck über 2.500 Euro für das Patientenhaus entgegen.

„Ich war am Tag der Diagnose berufsbedingt im Ausland, konnte erst am nächsten Tag zu Beate ins Uniklinikum“, erzählt Harry Lugauer, „und erwartete Tränen und Niedergeschlagenheit, wurde jedoch eines Besseren belehrt.“ Beate Wild wollte unbedingt Bachata tanzen und ein Stück weit die Lebensfreude der letzten Urlaubstour ins Zimmer auf der Transplantationsstation 21 holen. Zeit mit Freunden zu verbringen, Reisen, Konzerte, Kultur, Radfahren und Tanzen – das waren die Hobbies der jungen Frau, die sie nach Möglichkeit und Dank einer Stammzellenspende ihres Halbbruders und der Hilfe von Prof. Ernst Holler und seinem Team in den folgenden viereinhalb Jahren leben und genießen wollte – und konnte.

Trotz aller Hilfe und Unterstützung durch den Lebensgefährten, die Familie, die Freunde, die Ärzte, das Pflegepersonal und die Leukämiehilfe Ostbayern e.V. durfte Beate Wild nur 42 Jahre alt werden. Die Krankheit war am Ende stärker. 

Harry Lugauer ist dankbar für mehr als sieben gemeinsame Jahre:

„Sie gab mir mit ihrer Liebe und Dankbarkeit die Kraft, die ich versuchte, ihr potenziert zurück zu geben.“ – Harry Lugauer, Lebensgefährte der verstorbenen Beate Wild

Er ist dankbar für mehr als sieben gemeinsame Jahre. Und genau deshalb sei die Entscheidung gefallen, für das Patientenhaus zu spenden, „weil ich selber erlebt habe, welche Kraft ein geliebter Angehöriger zur Genesung beisteuern kann.“ Andere Angehörige, die er kennen lernen durfte, hätten das aufgrund der Kosten und der langen Anfahrtswege nicht stemmen können. „Wir sind dem letzten Willen von Beate also gerne nachgekommen.“

Kurzerhand wurde von den langjährigen Kollegen eine Spendenbox befüllt, die Harry Lugauer und seine Schwester Tanja aufgestockt und nun überreicht haben.

 

 

Pressemeldung Leukämiehilfe Ostbayern e.V.

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