Fr., 01.01.2021 , 16:41 Uhr

Ruhigste Silvesternacht seit Jahren in Niederbayern – Polizei lobt Verhalten der Bürger

Mehr als zufrieden ist die Niederbayerische Polizei angesichts des Einsatzgeschehens in der Silvesternacht zum Jahr 2021. Aufgrund der seit Jahren niedrigsten Einsatzbelastungszahlen kann den Bürgerinnen und Bürgern Niederbayerns durchaus ein Kompliment für ihr besonnenes Verhalten gemacht werden.

-210- Einsätze mit Relevanz zur Silvesternacht zählten die Beamtinnen und Beamten in der Einsatzzentrale der Niederbayerischen Polizei in Straubing zwischen 19 und 06 Uhr morgens. Dies sind rund 30 % weniger als in den letzten Jahren. Auffällig dabei ist positiverweise auch, dass sich die Zahl der Körperverletzungen stark reduzierte: so wurden von den Dienststellen dazu „nur“ 3 Delikte (mit 3 Leichtverletzten) gemeldet. In Straubing mussten gg. 01.40 h allerdings mehrere Streifen zu einer Wohnung gerufen werden, in der ein Mann in einer psychischen Ausnahmesituation die anrückenden Beamten mit zwei Messern bedrohte. Die Situation konnte jedoch letztlich unproblematisch bereinigt werden.

Der registrierte Gesamtsachschaden liegt bei knapp über 100.000 Euro, dies liegt insbesondere an einem Brand eines Gartenhäuschens um 02.10 h in Regen im Bayerischen Wald (ca. 70.000 Euro), verursacht vermutlich von einem Feuerwerkskörper und an einem um 00.25 h mit einem Böller gesprengten Breitband-/Stromverteilerkasten in Landshut (ca. 25.000 Euro) mit folgendem, begrenztem Stromausfall in einem Industriegebiet.

Die Polizistinnen und Polizisten an den Notrufarbeitsplätzen in der Einsatzzentrale nahmen zwischen 19 h und 06 h rund 170 Notrufe an der „110“ an.

Das Verkehrsunfallgeschehen in der Jahreswechselnacht war ebenfalls auf niedrigem Niveau, acht Mal krachte es beim Zusammenstoß von Fahrzeugen, glücklicherweise wurde dabei „nur“ ein Mensch leicht verletzt.

Einen besonderen Focus legten die Polizeidienststellen natürlich auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der Vorschriften der Infektionsschutz-Verordnung. Mit insgesamt 145 festgestellten Verstößen bei einer Einwohnerzahl von rund 1,24 Millionen für den Regierungsbezirk Niederbayern kann auch hier den Bürgerinnen und Bürger durchaus besonnenes Verhalten konstatiert werden.

Sehr positiv auf das Einsatzgeschehen wirkte sich das Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper aus. Nur zu wenigen Einsätzen, die im direkten Zusammenhang mit Feuerwerk standen, mussten die Dienststellen ausrücken.

Grundsätzlich war die Niederbayerische Polizei wie jedes Jahr ganz besonders auf die Silvesternacht vorbereitet. In diesem Zusammenhang dankt die Niederbayerische Polizei allen Bürgerinnen und Bürgern für die Einhaltung der Kontaktvorschriften und für das insgesamt sehr besonnene Verhalten.

Polizeimeldung

Das Geschehen in der Oberpfalz

Auch in der Oberpfalz blieb die Silvesternacht vergleichsweise ruhig. So gab es insgesamt 183 reguläre Einsätze für die Polizei, die durch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei verstärkt wurde. In über 200 Fällen gab es Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen. In einem Fall musste die Polizei sogar eine Garagenparty auflösen.

Polizeimeldung/ MF

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