Fr., 02.02.2018 , 16:00 Uhr

Regensburg: Schwangere getötet - Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Für die tödliche Messerattacke auf eine Schwangere in Kirchroth (Landkreis Straubing-Bogen) soll der Angeklagte nach dem Willen der Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe erhalten. Der Staatsanwalt legte dem ehemaligen Geliebten des Opfers am Freitag Totschlag in einem besonders schweren Fall und Schwangerschaftsabbruch zur Last, wie ein Sprecher des Gerichtes sagte. Angeklagt war er wegen Mord und Schwangerschaftsabbruch. 

Der Verteidiger des Mannes plädierte auf acht Jahre Haft wegen Totschlag und Schwangerschaftsabbruch. Er sah eine verminderte Schuldfähigkeit des Mannes als gegeben an. Die Nebenklagevertretung forderte eine lebenslange Haft wegen Mord und Schwangerschaftsabbruch. Das Urteil wird am 9. Februar erwartet. Lebenslange Haft gibt es eigentlich nur bei Mord – sie ist aber auch bei Totschlag möglich, wenn es ein besonders schwerer Fall ist

Der Ehemann der Schwangeren hatte sie nach der Bluttat Mitte September 2016 gefunden und Notarzt und Polizei gerufen. Die 45-Jährige erlag in einem Krankenhaus ihren Verletzungen, das ungeborene Kind war unmittelbar nach der Attacke gestorben.

Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Ex-Geliebten der Frau. Gegen ihn lag bereits ein Kontaktverbot vor. Der mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige war geflüchtet. Nach einem Verkehrsunfall kam er in ein Krankenhaus in Günzburg, wo er festgenommen wurde.

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

10.07.2026 Regensburg: Plädoyers in Prozess um Axtangriff in ICE Nach dem Axtangriff in einem ICE durch Niederbayern haben Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage ihre Plädoyers vor dem Landgericht Regensburg gehalten. Alle Verfahrensbeteiligten sprechen sich dafür aus, den Beschuldigten dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Das Urteil soll am 20. Juli fallen. Unterbringung in der Psychiatrie gefordert Dem 21-Jährigen werden versuchter Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. 20.09.2026 Regensburg: Zwei Diebstähle im Westbad – Polizei sucht Zeugen Diebstähle in den Umkleiden des Westbads Am Nachmittag des 19. September 2026 meldeten zwei Geschädigte bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd jeweils einen Diebstahl im Westbad Regensburg. Ein bislang unbekannter Täter nutzte nach Angaben der Polizei zwei Gelegenheiten im Bereich der Umkleiden aus. Im ersten Fall griff der Täter in eine abgestellte und unbeaufsichtigte Tasche. Aus 20.09.2026 Obertraubling: Autofahrerin mit über drei Promille landet in Holzhaufen Rettungsdienst entdeckt Auto in Holzhaufen Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 19. September 2026, gegen 16 Uhr. Einer Rettungsdienstbesatzung fiel zwischen Niedertraubling und Mangolding ein Auto auf, das in einem Holzhaufen feststeckte. Augenscheinlich hatte sich das Fahrzeug dort festgefahren. Eine Streife der Polizeiinspektion Neutraubling wurde hinzugezogen. Die Beamten stellten bei der 48-jährigen Fahrerin deutlichen Alkoholgeruch 20.09.2026 Pentling: Geldbörse aus Einkaufstasche geklaut – Polizei sucht Zeugen Geldbörse aus Einkaufstasche gestohlen Der Diebstahl ereignete sich am Samstag, 19. September 2026, zwischen 11.30 und 11.50 Uhr in einem Verbrauchermarkt in Pentling. Während dieses Zeitraums wurde die Geldbörse der 69-Jährigen aus einer Einkaufstasche entwendet. Die Polizeiinspektion Neutraubling hat Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen. Wer im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter