Di., 06.05.2014 , 11:23 Uhr

Regenbogenkoalition in Regensburg steht

Neben der SPD haben mit Grünen, FDP und Piraten auch drei der vier kleinen Koalitionspartner gestern den Koalitionsvertrag mit Regensburgs neuem Oberbürgermeister Wolbergs abgesegnet. Auch die Fraktion der Freien Wähler unterstützt den Koalitionsvertrag in seiner endgültigen Form (hier als .pdf). Damit stehen die Grundpfeiler der neuen Regenbogenkoalition in der Domstadt, die heute um 13 Uhr von OB Wolbergs und seinen Koalitionspartnern noch einmal offiziell der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

 

im Direktorium der 2. Bürgermeisterin soll die geballte Sozialkompetenz gebündelt werden: Sozialamt, Jugendamt, Jobcenter und andere Einrichtungen sollen dort angesiedelt werden. Vorgesehen für dieses Amt ist Stadträtin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). Der 3. Bürgermeisterposten soll erstmals in Regensburg ein Umweltbürgermeister werden, dem unter anderem Umweltamt und Energieagentur unterstehen. Der Grüne Stadtrat Jürgen Huber soll diesen Posten bekommen.

Auch die ödp, die selbst nicht teil der Koalition ist, will diese Entscheidung unterstützen. Stadträtin Astrid Lamby sagt: „Wir sehen dadurch das Wahlergebnis in der Besetzung der Bürgermeisterämter widergespiegelt. Mit beiden Personen können wir uns ebenso wie natürlich mit dem neu gewählten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs eine gute konstruktive Zusammenarbeit im Kollegialorgan Regensburger Stadtrat vorstellen.“

Außerdem plant Wolbergs zwei neue Referate in der Stadtverwaltung zu schaffen: Das neue Verwaltungsreferat soll den bisherigen Bereich Steuerung und Koordination in der Stadtverwaltung ersetzen und für mehr Transparenz sorgen. Dafür sollen unter anderem auch öffentlich übertragene Ausschusssitzungen des Stadtrates sorgen. Außerdem wird ein neues Referat für Bildung und Freizeit geschaffen.

 

Wirtschaft, Soziales und Bildung

Die Stadt will im Bereich Arbeit als Arbeitgeber selbst Verantwortung übernehmen und damit auch mit allen städtischen Beschäftigten in den TvÖD zurückkehren. Außerdem möchte die neue Koalition die berufliche Ausbildung von Fachkräften stärken, um dem Fachkräftemangel in der Stadt entgegenzuwirken. Weiterer Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik ist die Förderung der Kreativwirtschaft. Unter anderem soll hier ein Kreativquartier im Kasernenviertel, an der Landshuter Straße oder auf dem ehemaligen Kasernengelände, entstehen.

Im sozialen Bereich möchte die Koalition die Maßnahmen des dieses Jahr vorgestellten Sozialberichtes umsetzen. Auch dem Bürgerbegehren PRO Stadtpass will man mit der Einführung eines Stadtpasses vorgreifen. Im Bereich Bildung will man insbesondere Ganztagsangebote in der Stadt ausbauen und forciert die Einrichtung eines Sportinternats für alle Sportarten.

 

Stadtentwicklung und Kultur

Die Innenstadt soll insgesamt attraktiver gemacht werden: Das heißt mehr Grün und mehr Erholungsflächen auch in der historischen Altstadt. Insbesondere die Bereiche am Arnulfsplatz, in der Wahlenstraße und der Glockengasse sollen dabei überarbeitet werden. Auch außerhalb der Altstadt möchte man aber Stadtteilkultur fördern und dort kulturelle und soziale Projekte (wie neue Stadtteilbüchereien) ansiedeln. Leerstehende Gebäude sollen für kulturelle Projekte zwischengenutzt werden, die etwa auch die Initiative con_Temporary es vorschlägt, oder das Projekt Komplex, das im bald leerstehenden Evangelischen Krankenhaus ein soziales und kulturelles Zentrum plant.

Beim Regensburger Kultur- und Kongresszentrum mussten unter anderem die Grünen Federn lassen: Das RKK soll am Standort Ernst-Reuter-Platz gebaut werden. Jedoch ohne Hotel, so dass ein möglichst großer Teil der dort vorhandenen Grünfläche erhalten werden soll.

Die Stadtbau soll sich künftig als Sozialwohnungsgesellschaft hervortun. Damit will die Stadt Regensburg den immer weiter steigenden Mieten für alle Bevölkerungsgruppen entgegenwirken.

 

Verkehr und Umwelt

Auch die Sallerner Regenbrücke war ein Kernthema sowohl von Grünen als auch SPD: Im Endeffekt konnte sich Wolbergs, der den Anwohnern im Stadtnorden eine Verkehrsentlastung versprochen hat, in dieser Frage durchsetzen: Man wolle das Ergebnis der anhängigen Gerichtsverfahren abwarten, bei einem positiven Bescheid danach aber unverzüglich wieder die Arbeiten aufnehmen. Zudem will die Koalition sich für den sechsspurigen Ausbau der A3 zwischen Nittendorf und Rosenhof einsetzen.

Innerhalb der Stadt will man die Stadtbahn, vorerst auf der Nord-Süd-Achse, auf ihre Wirtschaftlichkeit hin prüfen und eventuell dann realisieren. Außerdem wird 2015 ein einjähriger Testbetrieb für den Nachtbus starten. Altstadt und Straßen sollen insgesamt fahrradfreundlicher werden.

Nicht zuletzt will die Koalition in der Tochtergesellschaft der Stadt, der REWAG, eine ökologische und nachhaltige Strategie durchsetzen.

 

Den Koalitionsvertrag als Gesamtes können Sie hier als .pdf-Datei herunterladen.

 

SC

Das könnte Dich auch interessieren

07.11.2026 Beratzhausen: Landwirt bei Zwischenfall im Stall verletzt Zwischenfall im Stall in Beratzhausen Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag, 06.11.2026, in einem Stall in Beratzhausen. Der Landwirt wollte ein neugeborenes Kalb mithilfe eines Gitters von seiner Mutter trennen. Eine weitere Kuh, die sich ebenfalls in der Box befand, versuchte dies offenbar zu verhindern. Sie ging mit gesenktem Kopf auf den Bauern los. Landwirt 07.11.2026 Pentling: 38-Jährige fährt auf Parkplatz gegen geparktes Auto und entfernt sich – Blutentnahme angeordnet In Pentling hat eine 38-jährige Frau am frühen Freitagabend auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants mit ihrem Auto ein anderes geparktes Fahrzeug angefahren und sich von der Unfallstelle entfernt. Die Frau stand sichtlich unter Alkoholeinfluss, eine Blutentnahme wurde angeordnet. Passanten informieren die Polizei Passanten teilten der Polizei am frühen Freitagabend mit, dass die 38-Jährige in Pentling 07.11.2026 Regensburg: Unfall beim Einfädeln auf die A 93 – Atemalkohol bei Sattelzug-Fahrer festgestellt Am Montagabend kam es beim Einfädeln auf die A 93 in Fahrtrichtung München zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto mit Anhänger und einem Sattelzug. Beim 46-jährigen Fahrer des Sattelzugs mit Gefahrgut wurde ein Atemalkoholwert im ordnungswidrigen Promillebereich festgestellt. Die Verkehrspolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Unfall an der Anschlussstelle Kumpfmühl Ein 78-jähriger Mann fuhr mit 07.11.2026 Wörth a. d. Donau: Abgestellter Audi in der Sandmüllerwiese angefahren und beschädigt In Wörth a. d. Donau im Landkreis Regensburg wurde in der Sandmüllerwiese ein abgestellter grauer Audi angefahren und beschädigt. Der Fahrzeugführer ist bisher unbekannt. Die Polizeiinspektion Wörth a. d. Donau bittet um Hinweise. Audi in der Sandmüllerwiese beschädigt Der Vorfall ereignete sich in der Zeit von Mittwoch, den 04.11.2026, 17:00 Uhr bis Freitag, den 06.11.2026,