Mo., 25.01.2021 , 13:15 Uhr

Oberpfalz: BFV nimmt Stellung zu verwüsteten Fußballplätzen und warnt vor Überweisungsbetrug

In der jüngsten Vergangenheit müssen oberpfälzer Fußballvereine nicht nur mit den Folgen der existenzbedrohenden Corona-Pandemie kämpfen. Zusätzlich werden Vereine Opfer von Rowdies und Betrügern.

So wurden zahlreiche Rasenspielfelder mit Fahrzeugen zerstört und Verbrecher stahlen hohe Euro-Beträge von Vereinskonten. In den seltensten Fällen stellen sich die Übeltäter oder werden ermittelt. Die Polizei Oberpfalz gibt Tipps für vorbeugende Maßnahmen und stehen den Vereine beratend zur Seite.

„In den vergangenen Wochen häufen sich die Meldungen, dass Idioten mit ihren Autos sinnlos Sportplätze beschädigen und Rasenflächen ruinieren. Was bezwecken diese Vandalen damit? Haben sie etwas gegen den Verein oder den Fußballsport? Oder handeln sie aus reiner blinder Zerstörungswut?“ Der Bezirks-Vorsitzende des Fußballbezirks Oberpfalz, Thomas Graml, ist ebenso ratlos, wie die zahlreichen Vereinsvertreter.

So fahren die Rowdies mit einem Fahrzeug mitten in der Nacht über einen Sportplatz, so dass sich dadurch tiefe Reifenspuren in den Rasen drücken und das Spielfeld danach eigentlich komplett erneuert werden muss. Zuletzt wurden in Altenthann, Ramspau, Wenzenbach, Breitenbrunn, Haselbach und Neukirchen Zerstörung, finanzielle Schäden und ein Haufen Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen hinterlassen. Thomas Graml hat sich daher an das Polizeipräsidium Oberpfalz gewendet, die den Vereinen ein paar Tipps mit auf dem Weg geben.

Schäden auf Sportplätzen könnten verhindert werden, wenn die Zufahrten zu Sportplätzen baulich versperrt werden. Insbesondere Umzäunungen, Tore, Schranken und Ähnliches können als Hindernis hilfreich sein. Oft wirkt eine Videoüberwachung abschreckend. Die Aufnahmen liefern zumindest Hinweise auf die Verursacher der Schäden, was dem jeweils geschädigten Sportverein bei der Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen hilfreich sein könnte.

(Pressemitteilung des Bayerischen Fussballverbandes)

Altenthann: Vandalen verwüsten Fußballplatz

Fußballplatz in Altenthann verwüstet

Am Samstag (23. Januar 2021) haben mehrere Personen mit ihren Autos einen Fußballplatz in Altenthann zerstört. Laut Polizei haben mehrere Zeugen beobachtet, wie gegen 16 Uhr mehrere Autos auf dem Spielfeld umherfuhren und dabei tiefe Furchen hinterließen. Die Autos sollen teils auswärtige Kennzeichen gehabt haben und in Richtung Donaustauf geflohen sein. Die Polizei bittet um Hinweise unter 09482 9411 0.

Den Polizeibericht der PI Wörth an der Donau lesen Sie hier.

 

MF

 

Fotos aus Altenthann

Die weitere Presssemitteilung des BFV

Neben dem Vandalismus gibt es eine weitere Bedrohung für die Vereine. Mit dem sogenannten Überweisungsbetrug versuchen Verbrecher Vereinskonten leerzuräumen. Zweimal waren sie in der Oberpfalz bereits erfolgreich und erbeuteten damit rund 20.000 Euro. Zahlreiche weitere Versuchen schlugen glücklicherweise fehl. Die Täter füllen Papierüberweisungen aus, unterschreiben mit dem Namen des Vorsitzenden und werfen den Überweisungsträger in den Postkasten der Bank. Somit versuchten sie Beträge zwischen 9.000 und 52.000 Euro ins Ausland zu überweisen. Die Kontodaten finden sie oft auf der Vereinshomepage (z.B. auf den Aufnahmeantrag). Ebenso die Unterschrift, weil Vereine beispielsweise Einladungen mit der Unterschrift des Vorstands auf ihrer Webseite veröffentlichen.

Im Hinblick auf den Überweisungsbetrug gibt die Polizei folgende Hinweise:

(Pressemitteilung des Bayerischen Fussballverbandes)

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