Di., 16.09.2014 , 11:37 Uhr

OB Wolbergs legt Nachtschicht ein

„Mehr Freiheit wagen geht nur, wenn sich alle verantwortlich fühlen und auf ihre Stadt aufpassen.“ Das ist eine der Erkenntnisse, die Oberbürgermeister Joachim Wolbergs von zwei besonderen nächtlichen Touren mitgebracht hat: Vom

5. auf den 6. September 2014 war er mit einer Nachtstreife der Regensburger Polizei unterwegs. Eine Woche später begleitete er eine Nachtschicht des Malteser Hilfsdienstes.

„Beide Einsätze haben mir wieder einmal deutlich gemacht, wie froh und dankbar wir über unser System an öffentlicher Sicherheit sein können“, sagt Wolbergs. „Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, welches hohe Gut diese Sicherheit ist, die wohl die allermeisten von uns als blanke Selbstverständlichkeit wahrnehmen.“

 

Sturzbetrunkene Randalierer

Bei der Begleitung der beiden Nachtschichten sei er abermals darauf gestoßen, „wie erschreckend hoch der Hang zum Vandalismus ist“. Die Ursache hierfür sieht Wolbergs in erster Linie im übermäßigen Alkoholkonsum und darin, dass sich offensichtlich immer mehr Menschen nicht an gängige gesellschaftliche Regeln und Werte halten. Die durch übermäßigen Alkoholkonsum verursachte Enthemmung führe immer häufiger zu Übergriffen auf Polizisten und Rettungskräfte.

„Sturzbetrunkene Randalierer gefährden nicht nur Polizeibeamte und Rettungskräfte – sie schaden auch immens allen Bemühungen um ein verträgliches Nebeneinander von Feiern und Wohnen. Schließlich handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen, die am Wochenende in der Stadt unterwegs sind, um friedlich Feiernde“, betont Wolbergs.

 

Mehr Freiheiten sind nur mit Rücksicht möglich

Der OB verweist darauf, dass er in den letzten Monaten versucht habe, „wieder etwas mehr an Freiheiten zuzulassen, weil ich glaube, dass es der Stadt insgesamt gut tut. Dabei kann es aber nur bleiben, wenn wir alle auf unsere Stadt aufpassen und uns rücksichtsvoll verhalten. Nach meiner jetzigen Nachtschicht-Begleitung von Polizei und Maltesern bin ich diesbezüglich wieder etwas mehr in Sorge.“

Wolbergs sagte, er freue sich sehr über die positive Resonanz, auf die seine Aktion gestoßen sei. Seine Hochachtung vor der Arbeit der Polizei, der Rettungskräfte und insgesamt vor allen, die öffentliche Sicherheit garantieren, sei nun noch mehr gewachsen. „Regensburg kann stolz auf eine so engagierte Polizei und so engagierte Rettungskräfte sein. Ihnen gebühren Respekt und Anerkennung“, so der Oberbürgermeister, der demnächst noch eine Nachtschicht der Berufsfeuerwehr begleiten wird.

 

pm

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