Mi., 06.09.2017 , 14:15 Uhr

Getötete Prostituierte: 21-Jähriger in U-Haft

Die Regensburger Polizei berichtet von einem Fahndungserfolg im Fall einer getöteten 33-jährigen Frau. So hat es nach den Ermittlungen der eingesetzten Ermittlungskommission „EKO Alemannen“ eine Festnahme gegeben. Der verhaftete Mann ist laut Polizei dringend tatverdächtig.

Es handelt sich laut Kriminalpolizei um einen 21 Jahre alten Mann mit malischer Staatsangehörigkeit. Er konnte am Montag (4.9) gegen 18:30 Uhr in Weiden festgenommen werden. Laut Polizei ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den 21-Jährigen wegen des Verdachts des Mordes. Er befindet sich momentan in einer Justizvollzugsanstalt.

Die Polizei schreibt in einer Pressemitteilung von besonders personal- und zeitintensiven Ermittlungen- die zu einem zeitnahen Erfolg führten. Aus Sicht der Polizei sei sei das Tötungsdelikt aus der Nacht von 29.08 auf 30.08 damit aufgeklärt.

Erst am Mittwoch erfolgte die endgültige Abklärung: Ein Untersuchungsergebnis von DNA-Spuren traf aus der Rechtsmedizin in Erlangen ein.

 

Motiv laut Ermittlern Habgier

Als Motiv für die Tat sehen die Ermittler die Mordmerkmale Habgier und Verdeckungsabsicht als gegeben an. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand ist die 33-Jährige durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Halsbereich gestorben. Beim Tatverdächtigen wurde unter anderem das Mobiltelefon der Getöteten gefunden. Der Mann hat in der Wohnung auch Geld entwendet.

Wie die Polizei weiter schreibt, hat der 21-Jährige die Tat bereits im Wesentlichen eingeräumt.

 

Tatverdächtiger: Asylantrag abgelehnt

Der Tatverdächtige ist malischer Staatsangehöriger. Er ist nach den Erkenntnissen der Polizei am 30.03.2017 als Asylbewerber nach Deutschland eingereist- sein Asylantrag wurde aber bereits am 20.06.2017 seitens der Ausländerbehörden abgelehnt.

Da der Mann laut Polizei aber nicht im Besitz eines gültigen Ausweises war, wurden seitens der Behörden bei der Republik Mali Ersatzdokumente beantragt.

Die Abschiebung des Mannes wurde bis zum Vorliegen dieser Papiere ausgesetzt – der Mann erhielt eine zeitlich begrenzte Duldung. Am ersten September wurde der Mann dann von Regensburg in eine andere Asylbewerberunterkunft in der nördlichen Oberpfalz verlegt

Die Kriminalpolizei betont, dass die Ermittlungen weiter laufen. Auch nach der Festnahme des Mannes gibt es noch offene Fragen, denen man nachgeht.

 

Wir berichten heute ab 18:00 Uhr ausführlicher im TVA Journal.

 

 

PM/MF/GW

Das könnte Dich auch interessieren

16.06.2026 Regensburg: Taucher im Einsatz – Ermittlungen nach Brandanschlägen laufen Nach den mutmaßlichen Brandanschlägen auf die Stromversorgung im Raum Regensburg haben die Ermittler ihre Suche nach Beweisen ausgeweitet. Am Dienstag waren acht Polizeitaucher nahe des Wasserkraftwerks Regensburg im Einsatz. Das Landeskriminalamt ermittelt weiter zu den beiden Taten Anfang Juni. 16.06.2026 Regensburg: Polizei stellt E-Bikes sicher – fünf Anzeigen nach Kontrollen In Regensburg hat die Polizei mehrere Elektrofahrräder kontrolliert und dabei erhebliche Verstöße festgestellt. Insgesamt erwarten fünf Personen Strafanzeigen, nachdem ihre Fahrzeuge Funktionen aufwiesen, die sie rechtlich nicht mehr als Fahrräder einstufen lassen. Die Weiterfahrt wurde untersagt, zudem stellte die Polizei alle Fahrzeuge sicher. Vier Elektrofahrräder mit Gashebel entdeckt Am 15. Juni 2026 kontrollierte die Polizei 16.06.2026 Regensburg: Unbekannter belästigt 17-Jährige im Bus – wer hat etwas gesehen? Die Polizei in Regensburg sucht nach einer sexuellen Belästigung am Montag (15.06.2026) Zeugen. 16.06.2026 Postbauer-Heng: Weitere Festnahmen nach versuchtem Tötungsdelikt Die Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt im Gewerbegebiet Postbauer-Heng vom 8. Oktober 2025 laufen weiter. Im Rahmen eines groß angelegten Einsatzes haben Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Durchsuchungen durchgeführt und weitere Tatverdächtige festgenommen.