Mi., 14.05.2014 , 14:50 Uhr

Die Schattenseiten der Regensburger Gastronomie

Regensburg bietet Anwohner wie Besuchern eine große gastronomische Vielfalt. Egal ob man edel speisen oder nur gemütlich ein Bier trinken möchte, sollte jeder in der Domstadt was richtiges finden. „Zu welchem Preis?“ frägt jetzt die Gewerkschaft FAU und prangert Unterbezahlung und Ausbeutung an.

Das italienische Flair Regensburgs ist das Sahnehäubchen auf der historischen Altstadt. Unzählige RegensburgerInnen & TouristInnen genießen es, in der „nördlichsten Stadt Italiens“ in einem der unzähligen Cafés zu sitzen. Diese Lebensqualität sucht man in anderen Städten oft vergebens. Auch bei der Wahl des Studienortes ist nicht zuletzt die hohe Kneipendichte ein „Zuckerl“, das den Ausschlag bei der Entscheidung für Regensburg gibt.

Die Gastronomie sorgt dafür, dass die Stadt ihren speziellen Charme erhält. „Hinter den Kulissen ist das Bild wesentlich düsterer“, so die Gewerkschaft „Freie ArbeiterInnen Union Regensburg (FAU)“. Die Menschen, die dazu beitragen eben genau dieses eigene Flair zu schaffen, „werden ausgenutzt und ihre Rechte mit Füßen getreten.“

In über 25 gastronomischen Einrichtungen hat die Gewerkschaft nach eigenen Angaben erschreckende Zustände in der Beschäftigung von Barkeepern, Köchen, Bedienungen und mehr ans Tageslicht gebracht.

Niedriglöhne und Rechtsverstöße seien demnach die Regel, die überwiegende Mehrheit der Befragten arbeite in einem Minijob. Dabei wird in den wenigsten Fällen ein Stundenlohn von 8,50 Euro oder mehr gezahlt. Oft gebe es keinen bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, obwohl selbstverständlich auch im Minijob ein Anspruch besteht.

pm / SC

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