„Zurück im Leben!“ – Ein neues Leben dank Organspende

Rund 18.800 chronisch nierenkranke Patienten werden in einem der über 200 Behandlungszentren des gemeinnützigen KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. mit der Dialyse behandelt. „Nicht alle, aber viele unserer Patienten wünschen sich eine Nierentransplantation und wir unterstützen sie dabei“, berichtet KfH-Vorstandsvorsitzender Professor Dr. med. Dieter Bach. „Wenn es für unsere Patienten möglich ist, wird die Nierentransplantation als das Verfahren mit der höheren Lebensqualität angestrebt.“

Doris Edbauer hatte Glück und erhielt eine Organspende. Im Alter von 23 Jahren versagten ihre Nieren wegen einer chronischen Nierenentzündung und sie war auf die regelmäßige Dialysebehandlung angewiesen. Nach sieben Jahren erhielt sie die Niere eines verstorbenen Organspenders, die ihr für 13 Jahre ein Leben ohne Dialyse ermöglichte. Allerdings stellte das neue Organ im Oktober 2013 seine Funktion ein, so dass Doris Edbauer erneut zur Dialyse musste: Dreimal in der Woche wurde im KfH-Nierenzentrum Roding für mehrere Stunden maschinell ihr Blut gewaschen. Um ihr die körperlich äußerst belastende Behandlung zu ersparen, entschied sich Ihr Mann, ihr eine Niere zu spenden: Im Februar 2014 konnte Doris Edbauer erneut transplantiert werden. „Vorher habe ich als halber Mensch gelebt“, so die 44-Jährige. „Nun bin ich zurück im Leben – mit allem, was dazugehört!“ Nur noch alle sechs Wochen geht sie zur Transplantationsnachsorge, die im kooperierenden KfH-Nierenzentrum Regensburg durchgeführt wird. Dort wird kontrolliert, ob die Spenderniere weiterhin gut arbeitet und der Körper keine Abstoßungsreaktionen entwickelt.

„Frau Edbauer ist ein gutes Beispiel für den idealen Verlauf einer Nierenlebendspende und dafür, wie ein Mensch dank einer Organspende wieder ein neues Leben beginnen kann“, so Dr. med. Stephan Greger-Schultze, der sie gemeinsam mit Dr. med. Günther Ohrisch und Melanie Stehl-Rösner im KfH-Nierenzentrum Roding behandelt hatte. „Wir freuen uns gemeinsam mit unserer Patientin, dass es ihr durch die Transplantation wieder so gut geht!“

Aber nicht alle Patienten haben einen Angehörigen oder nahestehenden Menschen, für den eine Lebendspende denkbar und medizinisch möglich ist. Sie sind darauf angewiesen, dass Menschen nach dem eigenen Tode bereit sind, ihre Organe zu spenden. Zu Lebzeiten eine Entscheidung pro oder kontra Organspende zu treffen und diese am besten im Organspendeausweis zu dokumentieren, ist die Kernbotschaft des bundesweiten Tags der Organspende. Auch das KfH unterstützt die Intention des Aktionstages und stellt unter www.kfh.de Organspendeausweise zum Download zur Verfügung.

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