Trautner: Was macht Corona mit Senioren?

Besonders betroffen vom Virus sind ältere Menschen. Wie sollen sie damit umgehen? Die Sozialministerin gibt Tipps.

 

Die Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst immer stärker auch den häuslichen Bereich der Menschen. In besonderer Weise betroffen sind hier die älteren Menschen. Dazu Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Gerade jetzt müssen wir uns auch verstärkt um unsere Senioren kümmern. Ältere Menschen sind stärker gefährdet durch den Coronavirus als andere Bevölkerungsteile. Viele haben Angst und ziehen sich zurück. Sie brauchen nicht nur eine gute Versorgung mit allem Lebensnotwendigen, sondern auch Ansprache und Menschen, die an ihrer Seite stehen. Ich habe deswegen heute die Wohlfahrtsverbände und die kommunalen Spitzenverbände in Bayern zu einem Austausch eingeladen. Gemeinsam haben wir beraten, wie wir bestehende Strukturen dafür nutzen können, älteren Menschen in dieser äußerst schwierigen Situation zu helfen. Wir wollen niemanden alleine lassen. Wir waren uns einig, dass es bereits gute und funktionierende Strukturen vor Ort gibt. Auf diesen Strukturen wollen wir gemeinsam aufsetzen. Wir werden allen helfen, die vor Ort Unterstützung brauchen.“

Das Bayerische Sozialministerium wird im engen Schulterschluss mit den Wohlfahrtsverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden einen Prozess dahingehend anstoßen, dass älteren Menschen, wenn nötig, in dieser schwierigen Situation geholfen wird. Dies gilt für die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Gütern, aber auch für Kontaktaufnahmen unter Beachtung der Anforderungen des Gesundheitsschutzes. Hierbei setzen die Partner auf bestehende Netzwerke vor Ort und wollen aber auch zusätzliche Hilfe gewinnen. Wichtig ist in jedem Fall, bei allen Aktivitäten die notwendigen Handreichungen zur Gesundheitsvorsorge und zum Infektionsschutz zu beachten. Die Initiative soll mit einer gemeinsamen bayernweiten Kampagne begleitet werden.

Trautner betonte: „Eine solche Herausforderung können wir nur gemeinsam stemmen. Wir müssen hier als Gesellschaft zusammenhalten und solidarisch sein. Nach meiner politischen Leitlinie ‚hinschauen, zuhören, kümmern‘ appelliere ich an alle genau das in der nächsten Zeit im persönlichen Umfeld zu beherzigen. Allen, die seit Tagen und auch weiterhin hier besonders Wertvolles leisten, gilt mein Dank und höchste Anerkennung!“