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Tourismus: Cham und Kelheim verzeichnen Anstieg

Bayern ist als Ferienland so beliebt wie nie zuvor. Diese positive Mitteilung vermeldete die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) letzten Freitag in München.
Auch die Oberpfalz kann sich in den Reigen der fünf bayerischen Regierungsbezirke, die sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Gästeübernachtungen ein Plus verzeichnen können, einreihen.

Landkreis Cham Spitzenreiter in der Oberpfalz

Oberpfälzer Spitzenreiter ist hier der Landkreis Cham, der 2014 ein Rekordergebnis verzeichnen kann. Die gewerblichen Übernachtungen stiegen um 3,5% (absolut 1 854 117), die Gästeankünfte um 5,0% (absolut 450 652). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste beträgt 4,1 Tage. Auch im Vergleich zur Urlaubsdestination Bayerischer Wald, zu der neben dem Landkreis Cham noch fünf weitere niederbayerische Landkreise gehören, kann unsere Ferienregion punkten und findet sich an der Spitze wieder. Mit 6 896 858 Mio. gewerblichen Übernachtungen (- 2,3%) und 
1 729 822 Gästeankünften (0,4%) ist der Bayerische Wald die beliebteste Ferienregion in Ostbayern. Die Gäste blieben hier im Durchschnitt 
4,0 Tage. Auffallend ist der Trend zu einer immer kürzer werdenden Aufenthaltsdauer. Umso erfreulicher ist, dass es den Touristikern im Landkreis Cham gelungen ist, vermehrt neue Gäste anzusprechen, die ihren Urlaub bei uns verbringen. Sicher ist dies dem attraktiven Freizeit-, Familien- und Aktivurlaubsangebot geschuldet, aber auch der hohen Dichte an ausgezeichneten Wellnesshäusern in unserer Region.

Hotels konnten ein sehr positives Tourismusjahr verzeichnen

Landrat Löffler ist davon überzeugt, dass sich die Investitionen in Qualität und Service letztendlich immer lohnen. Besonders die Hotels konnten ein sehr positives Tourismusjahr verzeichnen. Mit einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 51,1%, einem Plus an Gästeübernachtungen von 5,7% und bei den Gästeankünften von 7,2% kann man sehr zufrieden sein. Im Bayerischen Wald liegen die durchschnittliche Bettenauslastung bei den Hotels bei 43,5%, die Übernachtungen bei 0,0% und die Ankünfte bei 2,1%. „Unsere Hotels sind auf Bayerwaldebene bestens aufgestellt“ zeigt sich Löffler überzeugt und dankt allen Beteiligten für ihr stetes Bemühen zum Wohl der Gäste, sei es durch große finanzielle Investitionen zur Qualitätsverbesserung oder durch Investitionen zur Verbesserung der Servicequalität. Unser Landkreis kann mit vielen Leuchttürmen und Alleinstellungsmerkmalen punkten, sei es das einzigartige Familien-Designhotel Ulrichshof in Rimbach oder das überregional vielgelobte neue Konzerthaus in Blaibach, um nur zwei Beispiele zu nennen. „Die Verbindung von herzlicher Gastfreundschaft, gutem Service, einem Topangebot und dem Urlaubserlebnis in unverfälschter Natur, auch grenzüberschreitend, schafft Synergien, die unsere Urlaubsgäste besonders schätzen“, so Löffler.

Tourismus erzielt im Landkreis Cham einen Umsatz von ca. 220 Mio. Euro

Dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis Cham ist, beweisen auch die Zahlen: Rechnet man die Übernachtungen im privaten Bereich (bei Gastgebern mit weniger als zehn Betten) hinzu, dann verzeichnet die Destination Oberer Bayerischer Wald ca. 2,4 Mio. Übernachtungen und bietet 4000 Vollbeschäftigten einen Arbeitsplatz. Inklusive dem Tagestourismus, der von Gästen generiert wird, die nicht übernachten, erzielt der Tourismus im Landkreis Cham einen Umsatz von ca. 220 Mio. Euro. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Andreas Brunner betont, dass vor allem der Wohlfühlcharakter der Hotels zusammen mit einem stimmigen Preis-Leistungsverhältnis für die Gäste im Landkreis ausschlaggebend sind. Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und Inhaber des Familien Design-Hotels Ulrichshof in Rimbach sieht vor allem in der Vernetzung von Wirtschaft und Tourismus einen erheblichen Erfolgsfaktor für die Steigerung der Wertschöpfung.

Kelheim meldet ebenfalls positive Entwicklung

Auch Kelheim ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Im vergangenen Jahr haben 2436 mehr Gäste als noch 2014 die Stadt besucht. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent. Bei den Übernachtungen ist ebenfalls ein positiver Trend zu verzeichnen. Ein Plus von 3399 Übernachtungen entspricht einem Prozentsatz von rund 4,8 Prozent. Im Durchschnitt blieben die Gäste 1,9 Tage. Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann freut sich über das Ergebnis. Es zeige, dass der Tourismus als Wirtschaftszweig eine wichtige Rolle in Kelheim spiele. Der Landkreis Kelheim scheint ebenfalls bei den Touristen begehrt zu sein. 2014 wurde ein Plus von 807.095 Übernachtungen verzeichnet.

MK/ JK/ pm