Tödlicher Chemieunfall in Teisnach

Beim Austritt giftiger Schwefeldämpfe ist Montagnachmittag in Teisnach ein Mann ums Leben gekommen. Dies führte in Folge zu einem Großeinsatz von Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehren und des Rettungsdienstes.

Nach jetzigem Stand der Erkenntnisse hatte ein 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Regen in einer Werkshalle des Betriebes neben einem Schlammabsenkbecken gearbeitet. Aus nicht geklärter Ursache entwichen aus diesem ca. 6 x 6 Meter großen Becken Schwefeldämpfe, aufgrund derer der Arbeiter bewusstlos wurde und letztlich verstarb.

Der Arbeiter wurde von Kollegen gefunden und sofort geborgen sowie die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehren sowie des Rettungsdienstes alarmiert. In Folge waren auf dem Werksgelände zwischen 150 und 200 Einsatzkräfte im Einsatz.  Vorsorglich wurde durch die Einsatzzentrale in Straubing auch eine Gefahrendurchsage über die Rundfunksender veranlasst, als die Feuerwehrkräfte die entstandenen Dämpfe aus dem Gebäude hinaus lüfteten. Es bestand jedoch deshalb keine Gefahrensituation.

Die Kripo Deggendorf ermittelt mit Hochdruck. Am heutigen Dienstag werden die Beamten der Kripo Deggendorf zusammen mit einem Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes, dem Gewerbeaufsichtsamt und dem Landratsamt die Ermittlungen an der Unglückstelle fortsetzten. Derzeit ist immer noch unklar, warum aus dem Schlammabsenkbecken in der Werkshalle giftige Schwefeldämpfe ausgetreten sind.

Der Leichnam des 54-Jährigen wird auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Deggendorf am Dienstagnachmittag im Institut für Rechtsmedizin in München obduziert.

 

pm / SC