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Straubinger Rathaus: Arbeiten gehen weiter

Die Arbeiten am historischen Straubinger Rathaus schreiten weiter voran. In einer aktuellen Pressemitteilung berichtet die Stadt über die Beseitgung der Schäden, die durch den Großbrand entstanden sind: Seit den letzten vier Wochen werden im gesamten Schadensbereich hauptsächlich Rückbau- und weitergehende Substanzsicherungsarbeiten durchgeführt. Nach wie vor legt man dabei großen Wert auf den sorgfältigen und behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Dies bestätigt auch das Landesamt für Denkmalpflege, das die Arbeiten weiterhin begleitet.

Die Pressemitteilung aus Straubing:

So werden beispielsweise im Dachraum der Dielenbelag und der partiell verlegte historische Ziegelplattenboden ausgebaut und zum späteren Wiedereinbau gelagert. Sperrende Malschichten werden zur Austrocknung historisch wertvoller Wand- und Deckenflächen insbesondere im zweiten Obergeschoss des Verwaltungstrakts sowie im Blauen Salon abgenommen. Im gesamten Gebäude werden durchnässte Deckenbekleidungen rückgebaut, nicht schützenswerte Bodenbeläge und Putzdecken entfernt sowie technische Anlagen und Leitungen weiter rückgebaut. An den Bauteilen aus Naturstein im Bereich des Rathaussaals, zum Beispiel den Fenstersitzbänken oder den neugotischen Fassadengliederungen, werden Notsicherungen angebracht.

Neben bauhistorischen Untersuchungen, einer Befunderhebung an den Wand- und Deckenoberflächen sowie der Dokumentation des Baubestands wird zusätzlich eine begleitende Archivalienrecherche zur Baugeschichte des Rathauses durchgeführt.

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Im Rahmen einer laufenden Bestandserhebung wird zudem das exakte Bauaufmaß für den gesamten zukünftigen Planungsbereich ermittelt. Um dies mit einer Zahl zu verdeutlichen: Wenn alle Rückbauarbeiten abgeschlossen sind, werden sich rund 20.000 Kubikmeter umbauten Raums im Rohbauzustand befinden.

Ebenfalls fortgeführt werden der Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Rathaus, die in Büroräume umfunktioniert wird, sowie des so genannten Antmannhauses in der Fraunhoferstraße, in das das Amt für Tourismus und Stadtmarketing einziehen wird.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die den Wiederaufbau der vom Brand betroffenen Gebäudeteile koordinieren wird. Die Leitung dieser Arbeitsgruppe obliegt dem städtischen Baureferenten Wolfgang Bach. Einen ersten Bericht über das geplante Vorgehen wird es in der nächsten Bauausschuss-Sitzung geben, die in der kommenden Woche stattfindet. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Planung und Umsetzung des Wiederaufbaus aufgrund der Komplexität der Maßnahme mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden.

Die Ermittlungen zur Feststellung der Schadenshöhe dauern noch an. Aktuell muss man davon ausgehen, dass sich der Gesamtschaden im zweistelligen Millionenbereich bewegen wird.

 


Video: So haben wir über den Brand des historischen Rathauses berichtet.

 

Abschließend wiederholen wir noch einige organisatorische Hinweise:

Das Büro des Oberbürgermeisters ist nochmals umgezogen und befindet sich ab sofort im 2. Stockwerk des Rathauses (Zimmer 227). Das Amt für Wirtschaftsförderung ist in der Leihhausgasse 2 untergebracht und unter den bekannten Rufnummern erreichbar.

Bareinzahlungen in der Stadtkasse können nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Terminabsprache vorgenommen werden. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs auf die bekannten Konten der Stadt Straubing. Im Vollstreckungswesen besteht – ebenfalls nach Terminvereinbarung – ferner die Möglichkeit einer Barzahlung beim Vollziehungsbeamten.

Der Kartenvorverkauf für städtische Veranstaltungen findet noch bis Ende nächster Woche im Amt für Kultur und Bildung (I. OG, Zimmer 120) statt. Ab 20. Februar können Karten dann wieder im Amt für Tourismus im Stadtturm (Eingang Südseite, gegenüber Café Krönner) erworben werden.

Der Ersatz für die öffentlichen Toiletten des Rathauses befindet sich im Pfarrheim der Pfarrei St. Jakob. Dort gibt es auch ein Behinderten-WC.

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin um Verständnis für etwaige Einschränkungen.

Pressemitteilung/MF