SSV Jahn verpflichtet Stephan Loboué

Der 32-jährige Deutsch-Ivorer unterschreibt für zwei Jahre beim Jahn und wechselt damit ablösefrei von Wacker Burghausen nach Regensburg. Dies gab der Verein soeben im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

Christian Keller, Geschäftsführer Profifußball des SSV Jahn, ist überzeugt, dass der Neuzugang über wertvolle Qualitäten verfügt: „Wir haben mit Stephan Loboué einen absoluten Führungsspieler mit Zweitligaformat dazugewonnen, der uns nicht nur sportlich sondern auch als Persönlichkeit helfen wird, unsere Ziele zu erreichen.“

Auf Vereinsebene war Loboué 2005 mit dem SC Paderborn in die 2. Bundesliga aufgestiegen. In dieser bestritt er bis 2010 für Paderborn, die SpVgg Greuther Fürth und Rot- Weiß Oberhausen insgesamt 81 Spiele. Über die Stationen Lamontville Golden Arrows (Südafrika) und Eintracht Trier landete er vor dieser Spielzeit bei Wacker Burghausen. Dort wurde er umgehend zum Mannschaftskapitän gewählt und hütete 35 Mal das Tor des Drittligaabsteigers. Trotz der schwachen Saison seines Vereins bestach Loboué, unter anderem in den beiden Spielen gegen den Jahn, immer wieder durch starke Paraden.

Loboué entschied sich trotz finanziell reizvollerer Angebote aus dem In- und Ausland für eine Vertragsunterzeichnung beim Jahn: „Ich habe das beste Gesamtpaket für mich gewählt. Christian Keller hat mich mit seinem Konzept und der Rolle, die er für mich vorgesehen hat, vollkommen überzeugt. Ich sehe hier eine gute Perspektive und freue mich schon darauf, im neuen Stadion für den Jahn zu spielen.“

Stephan Loboué wurde in Pforzheim geboren und wuchs als Sohn einer Deutschen und eines Ivorers auf. Im Zuge seiner ersten Nominierung für die Landesauswahl der Elfenbeinküste nahm er schließlich neben der deutschen auch die ivorische Staatsbürgerschaft an. Im Verlauf seiner internationalen Karriere absolvierte er insgesamt 4 Länderspiele und stand 2008 beim Afrika-Cup in Ghana im Kader der Elfenbeinküste.

Loboués Arbeitspapier enthält eine Option auf ein weiteres Vertragsjahr. Der Jahn hätte hinter ihm auch gerne Bernhard Hendl als Perspektivspieler im Kader gehalten. Dieser schlug ein Vertragsangebot jedoch aus und wird den Verein verlassen.

 

pm