Söder lehnt Verkürzung der Sommerferien erneut ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise ab - das bekräftigte der CSU-Chef am Samstag im Bayerischen Rundfunk. Allerdings solle der Notenschluss in diesem Schuljahr später stattfinden.

Söder sagte im Interview mit Bayern 3, der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen, um entstandene Stofflücken zu schließen, habe ihn gewundert. Wegen Corona solle auch kein Schüler sitzen bleiben, das Versetzen auf Probe werde deutlich großzügiger ausgelegt, kündigte Söder an.

Eine schnelle Rückkehr der Kindergarten- und Grundschulkinder in die Einrichtungen sei momentan nicht geplant, auch keine schnelle Öffnung von Spielplätzen. Allerdings soll bei der Notfallbetreuung nachjustiert werden, zum Beispiel sollten mehr Kinder von Alleinerziehenden aufgenommen werden. Bisher durften Eltern die Notbetreuung nur in Anspruch nehmen, wenn Vater und Mutter in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

dpa

 

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist derzeit fast täglich in den Schlagzeilen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Bayerische Einzelhandel die verzögerten Ladenöffnungen im Freistaat kritisiert - fast zur gleichen Zeit war aber auch bekannt geworden, dass der Ministerpräsident auch in ganz Deutschland so beliebt ist, wie noch nie. Laut Nachrichtenmagazin Focus hat Söder in dieser Woche bei einer repräsentativen Umfrage einen Zustimmungswert von 163 Punkten erhalten - und liegt damit vor allen anderen bekannten Politikern in Deutschland.

 

 

Debatte um Schuljahr - und Abitur

In die aktuelle Debatte um die Lockerung der Corona-Maßnahmen und den Start zurück ins Schuljahr haben sich auch die Bezirksschülersprecher mehrerer Regierungsbezirke, darunter Oberpfalz und Niederbayern, eingebracht. Sie fordern, die Abiturprüfungen um etwa 3,5 Wochen zu verschieben. Das wäre ein Termin nach den Pfingsferien.

Der Forderung hat Kultusminister Piazolo heute aber eine Absage erteilt. Gegenüber der Deutschen Presse Agentur sagte er:

Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel

Man wolle den Schülern aber entgegenkommen. So müssen zum Beispiel ausstehende Klausuren nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden.

MF

 

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