Sinnvolle Abschreckung oder Pranger für Temposünder?

Die Stadt Abensberg hat diese Woche begonnen, Geschwindigkeitsrekorde online zu veröffentlichen: Ab sofort soll monatlich das „Messungshighlight“ der Geschwindigkeitskontrollen in der Stadt auf facebook gepostet werden. Die Reaktionen sind geteilter Meinung.

Den Anfang machte ein Motorradfahrer, der am 14. August mit 113 km/h innerorts geblitzt wurde. Am selben Tag wurde auch das „Messungshighlight“ des Monats September veröffentlicht: An genau der selben Stelle in der Regensburger Straße wurde am 25. September ein Audifahrer mit 96 km/h geblitzt. Beide erwartet ein Bußgeld und ein Fahrverbot. Zusätzlich haben sie jedoch den zweifelhaften Hauptpreis gewonnen, auf verfremdeten Fotos der Stadt Abensberg veröffentlicht zu werden.

Die Aktion der Stadt wird im Netz kontrovers diskutiert. Einige User sehen die Aktion mehr als kritisch, da trotz verfremdeter Kennzeichen und Gesichter auch schon alleine Automarke und –typ Rückschlüsse auf die Autobesitzer zuließen. Einige Diskutanden halten das Vorgehen der Stadt auch schlicht für illegal. Andere halten dagegen, dass die Aktion sehr gut dazu geeignet sei, Schnellfahrer abzuschrecken. Sie meinen, dass jemand, der durch sein Fahrverhalten andere gefährdet, es auch verdient hätte, an den Pranger gestellt zu werden. Die Stadt Abensberg bezeichnet die Aktion als „Serie zur Gefahrenprävention“

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SC