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Sophia Peter

Regensburg: Don Bosco Zentrum feiert 70-jähriges Bestehen

Bereits in den 1950er-Jahren bestand in Regensburg ein hoher Bedarf an Wohnheimplätzen für Auszubildende. Das erste Heim in der Weitoldstraße wurde jedoch schnell zu klein, sodass die Salesianer Don Boscos einen Neubau planten. 1954 begann der Bau in der Hans-Sachs-Straße, und am 13. Februar 1955 wurde das neue Gebäude feierlich eingeweiht.

Damals war das Wohnheim mit 200 Schlafplätzen für Schüler und Lehrlinge sehr modern ausgestattet – mit hellen Räumen, einem Sportplatz, einem Theatersaal und einer bis heute bestehenden Hauskapelle. Aufgenommen wurden zunächst nur Jungen.

Wandel zur Jugendhilfeeinrichtung

In den 1980er-Jahren erweiterte sich das Angebot: Aus dem reinen Wohnheim wurde eine Jugendhilfeeinrichtung. 1984 eröffnete ein Jugendtreff – damals ein deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt, das Freizeit- und Beratungsangebote kombinierte. Heute steht dieser Treff allen Kindern und Jugendlichen des Stadtteils offen und bietet Sport- und Kreativangebote, Ferienfahrten sowie Ansprechpersonen für Sorgen und Probleme.

Auch die Wohnformen haben sich verändert: Anstelle von Schlafsälen gibt es nun familiäre Wohngruppen, in denen Auszubildende, Blockschüler und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen ein Zuhause finden. Selbstverständlich werden inzwischen auch Mädchen aufgenommen.

Acht neue Appartements für betreutes Wohnen

Auch heute wird das Don Bosco Zentrum weiter ausgebaut. Aktuell entstehen acht neue Appartements für das „Außenbetreute Wohnen“. Dieses Angebot richtet sich an junge Erwachsene, die Unterstützung auf dem Weg in ein selbstständiges Leben benötigen. Die Fertigstellung ist für Ende März 2025 geplant, um weiterhin möglichst vielen jungen Menschen in Regensburg eine bezahlbare Unterkunft zu bieten.

Don Bosco / SP

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