Säugling geschüttelt: Mutter entgeht knapp Gefängnisstrafe

Eine junge Frau aus dem Landkreis Kelheim hat ihren ein Monat alten, schreienden Säugling eines Nachts so geschüttelt, dass der Junge schwere, bleibende Behinderungen davongetragen hat. Vorgefallen ist das Ende November 2011.

Gestern wurde die Frau deshalb zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, ausgesetzt auf Bewährung. Die Mittzwanzigerin hatte aus Überforderung heraus gehandelt, so das Gericht. Am nächsten Tag hat sie sich immerhin selbst um Hilfe gekümmert und die Tat zugegeben, als sie merkte, was sie ihrem Baby angetan hatte.

Gutachten bestätigten der Frau zum Tatzeitpunkt eine verminderte Schuldfähigkeit. Zusätzlich zur Bewährungsstrafe muss sie 150 Arbeitsstunden ableisten und ihre begonnene Therapie fortsetzen.

Ihr einziger Sohn lebt jetzt in einer Einrichtung für Behinderte in Offenstetten, weil er am umfassendsten betreut werden kann. Die Mutter kümmert sich um das Kind, so der zuständige Richter, auch das Sorgerecht liegt nach wie vor bei ihr.

 

 

 

 

15.02.2013/CB