Regensburger Infektiologe mahnt zu freiwilliger Osterruhe

Eine Osterruhe gibt es jetzt offiziell doch nicht. Der Regensburger Infektiologe Bernd Salzberger ruft die Menschen aber zur freiwilligen Osterruhe auf. So könne der Lockdown schneller beendet werden. 

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, hat die Bundesbürger zu freiwilliger Osterruhe aufgerufen. Auch ohne Vorgaben könne sich jeder vernünftig verhalten, sagte der Regensburger Professor am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. Andernfalls drohe ein erneut verlängerter Lockdown bis in den Mai hinein.

Die britische Corona-Variante sei ansteckender, «wir sehen viel mehr vollständig durchinfizierte Familien», sagte Salzberger. Auf der Intensivstation der Uniklinik Regensburg seien über 20 Menschen im Alter zwischen Ende 20 und Anfang 70.

Bei den Impfungen zeigte er sich optimistisch: «Wir werden das bis zum Ende des Sommers schaffen, aber im Augenblick ist noch eine gefährliche Zeit und damit müssen wir gut umgehen.»

 

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag wurde eigentlich eine Osterruhe in Deutschland beschlossen. Der Gründonnerstag wäre damit zum Feiertag geworden, am Ostersamstag hätten nur noch Lebensmittelläden geöffnet. Diesen Beschluss hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel aber bereits am Dienstag wieder gekippt.

 

dpa/MB

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