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Regensburg: Simon-Snopkowski-Preis für Willi-Ulfig-Mittelschule

Die Regensburger Willi-Ulfig-Mittelschule wurde am Mittwoch mit dem Simon-Snopkowski-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Schulen bedacht, die sich mit jüdischer Geschichte und Kultur beschäftigen. Das Thema der Regensburger Schüler was „was Juden heilig ist – lernen an religiösen Artefakten. Der Preis wird von der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition verliehen. Es gibt auch einen Ehrenpreis, mit dem zum Beispiel Landtagspräsidentin Barbara Stamm ausgezeichnet wurde.

 

Die Auszeichnung in Bildern:

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Fotos: Peter Gaschler

 

 

 

Spaenle würdigt Versöhnung - Auszeichnung auch für weitere Schulen

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat am gestrigen Abend bei der Verleihung des Simon-Snopkowski-Preises 2016 in München die Versöhnungsarbeit der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. und besonders die Vorbildfunktion des Gründers und langjährigen Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Dr. Simon Snopkowski, gewürdigt. Mit den jüdischen Filmtagen, den jüdischen Kulturtagen und dem Simon-Snopkowski-Preis erreiche die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition eine breite Öffentlichkeit und verwirkliche so die Anliegen ihres Gründers, nämlich die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen und die Versöhnung in Deutschland. „Die Gesellschaft zur Förderung der jüdischen Kultur und Tradition ist zu einer Institution der Münchner Kulturszene geworden, die weit über Bayern hinaus Beachtung findet“, so Minister Spaenle. Für deren enormes Engagement dankte der Minister der amtierenden Vorsitzenden des Vereins, Ilse Ruth-Snopkowski.

Mit dem Wettbewerb unter dem Motto „Forschen, um zu verstehen“ lade die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition seit 10 Jahren Schülerinnen und Schüler ein, jüdische Schicksale aufzuarbeiten, Unrecht im NS Staat nicht zu vergessen und jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart lebendig werden zu lassen. So könnten sie dazu beitragen, eine Brücke zu bauen – „im Dienste der Verständigung, der mahnenden Erinnerung, des gegenseitigen Respekts und der Solidarität“.

Der Simon-Snopkowski-Preis geht in diesem Jahr an drei bayerische Schulen, nämlich an:

  • die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Neustadt/Aisch für den Film „Stolpersteine“, der das Schicksal jüdischer Schüler in Neustadt an der Aisch während des Dritten Reichs darstellt
  • das Dossenberger-Gymnasium Günzburg für den Lernzirkel „Judentum“, der sich an Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschüler richtet
  • und die Willi-Ulfig-Mittelschule Regensburg für die von ihr entwickelte Lernaufgabe „Was Juden heilig ist. Lernen an religiösen Artefakten“

Den Ehrenpreis des Simon-Snopkowski-Preises 2016 erhält institutionell der Bayerische Rundfunk.

Die Veranstaltung in der Residenz richtete die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit aus.

 

Pressemitteilung/MF