Regensburg: Falscher Bundespolizist – Amtsanmaßung und Körperverletzung

Am Sonntag (15. April) hat sich in Regensburg ein 25 Jahre alter Mann als Polizist ausgegeben. Der „falsche Polizist“ hat nicht nur im Bereich des Hauptbahnhofs einen 22-Jährigen „kontrolliert“, sondern war auch noch angetrunken und wurde handgreiflich.

Die Mitteilung der Bundespolizei:

„Ich bin von der Bundespolizei, zeig mir deinen Ausweis,“ mit diesen Worten überraschte ein 25-jähriger Deutscher einen 22-jährigen Rumänen am Eingang zu einem Schnellimbiss-Restaurant. Derartig überrumpelt händigte dieser promt seine rumänische Identitätskarte aus. Als der falsche Polizist den Ausweis nicht zurückgab und auf Aufforderung sich zu legitimieren, lediglich mit seiner Mannschaft drohte, die gleich kommen werde, kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung. In deren Verlauf stieß der falsche Gesetzeshüter den 22-Jährigen rücklings zu Boden. Dadurch verletzte sich dieser am Ellenbogen.
Eine mittlerweile alarmierte Streife der „echten“ Bundespolizei nahm die Kontrahenten zur Feststellung der Identität und Aufnahme des Sachverhaltes mit zur Dienststelle. Da beide einen angetrunkenen Eindruck machten, führten die Beamten auch eine Atemalkoholkontrolle durch. Dabei zeigte sich, dass beide stark alkoholisiert waren.

Sollte sich nach Vernehmung drei möglicher Zeugen die Aussage des Opfers bestätigen, dann muss der „Möchtegern-Polizist“ wegen Körperverletzung und Amtsanmaßung mit einer Strafanzeige rechnen.

PM/MF