Präventionsarbeit bei „Enkeltrick“ und „Falschen Polizeibeamten“ erfolgreich

In den letzten Monaten häufen sich die Meldungen, dass Trickbetrüger sich als entfernte Verwandte oder falsche Polizeibeamten ausgeben, um so Geld zu erbeuten. In den letzten Wochen hatten es die Trickbetrüger aber schwer; in vier Fällen versuchten unbekannte Täter über diese Maschen am Telefon an Geld von vorwiegend älteren Personen zu gelangen – immer ohne Erfolg.

Aufgrund der Präventionsarbeit der Regensburger Polizei in Zusammenarbeit mit den örtlichen Medien sind die Tricks der Betrüger zum Großteil bekannt.

Seit Anfang Mai gaben sich unbekannte Täter am Telefon entweder als angeblicher Neffe, der sich in einer Notlage befinde, aus oder als falsche Polizeibeamte, die scheinbar vor ausländischen Diebesbanden warnen wollten. Dabei versuchten die Gauner Informationen über mögliche Wertsachen und deren Verwahrung vom Gegenüber zu erhalten.

In allen Fällen bemerkten die Angerufenen sehr schnell, dass es sich um erfundene Geschichten handelte. Demnach gingen die Gauner  leer aus.

Die betagten Senioren ließen sich auf die „Spielchen“ nicht ein und verständigten umgehend die Polizei.

Das vorbildliche Verhalten der älteren Generation freut die Regensburger Polizei einmal mehr, zeigt es doch, dass sich die Bevölkerung die polizeilichen Präventionstipps in den Medien aufmerksam durchliest und die Handlungsempfehlungen erfolgreich umsetzt.

Unser Beitrag zum Enkeltrick:

Tipps der Polizei:

  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

 

Pressemitteilung PP Oberpfalz