Polizeiliche Bilanz zum Spiel SSV Jahn Regensburg gegen Dynamo Dresden

Am Freitag, 30.11.2012, um 18.00 Uhr trafen  im Städtischen Stadion an der Prüfeninger Straße der SSV Jahn 2000 Regensburg und die SG Dynamo Dresden  aufeinander.  Schon hinsichtlich der Tabellensituation galt die Begegnung für beide Teams als richtungsweisend.


 

Es war ein Spiel, das aus polizeilicher Sicht mit hohem Risiko bewertet wurde. Entsprechend stellte sich das mit der Einsatzbewältigung befasste Polizeipräsidium (PP) Oberpfalz auf.
Die Bilanz nach Ende des Spiels kann als zufriedenstellend definiert werden. Das Konzept bestehend aus starker Präsenz, deeskalierenden Maßnahmen und grundsätzlich konsequentem Einschreiten  hat sich bewährt.
Etwa 6.500 Zuschauer verfolgten das Spiel das  0:0 endete. Darunter waren ca. 2.300 Gästefans.  Einige von ihnen reisten mit der Bahn nicht nur aus dem Großraum Dresden sondern auch aus München, Augsburg und Nürnberg zum Spielort und wieder nach Hause. Um dabei einen ruhigen Verlauf zu gewährleisten waren Kräfte der Bundespolizei in den Zügen bzw. auf den Bahnhöfen im Einsatz. Das absolute Gros der Besucher kam mit Pkw und Kleinbussen im Individualverkehr.
Nachdem an diesem Abend in Regenburg die Weihnachtsmärkte öffneten und zudem ein langer verkaufsoffener Geschäftstag Besucher in die Stadt lockte, kam es vor dem Hintergrund dieser drei „Events“  auf den Zufahrtsstraßen zeitweise zu Behinderungen und kurzfristigen Staus. Durch die verkehrslenkenden Maßnahmen hielten sich diese aber in Grenzen.
In Vorfeld des Spieles versetzte ein 23-jähriger Besucher aus den Dresdener Lager einem 17-jährigen Jahn Fan einen Schlag ins Gesicht. Zwei 22-Jährige Dresdener entwendeten einem Regensburger dessen weiß-roten Schal, wohl in der Annahme, dass es sich dabei um ein Jahn-Produkt handelt. Es war allerdings der Vereinsschal einer polnischen Mannschaft.
Aus dem Jahn-Lager  wurde aus einer 20-köpfigen Gruppe heraus am Bismarckplatz ein  Böller gezündet und im Nachgang an einem Obststand ein Apfel entwendet. Der Täter  dazu ist bekannt. Mit einem Schlagring ausgerüstet wollte ein 26-Jähriger aus dem Landkreis Regensburg ins Stadion. Das vereitelte der Sicherheitsdienst. Wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz wird der Mann angezeigt.
Auf dem Christkindlsmarkt am Neupfarrplatz entzündete ein unbekannter Dresden-Fan einen Rauchtopf. Weder entstand Sachschaden noch wurde jemand verletzt.
Nach Spielende gab es erneut im Bereich der Prüfeninger Straße zwei Körperverletzungsdelikte, in einem Fall wechselseitig begangen. Zudem zeigte ein Dresden-Fan den Hitlergruß, was eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zur Folge hat.  Die Beleidigung von Polizeikräften durch Zeigen des ausgestreckten Mittelfingers hat strafrechtliche Konsequenzen für einen aus Dresden Angereisten.

ms