Polizei zieht Bilanz zur Maidult

Von einer normalen bis ruhigen Dult in Bezug auf die Sicherheitslage kann die PI Regensburg Nord berichten. Das teilweise schlechte Wetter in der ersten Woche sorgte oft für mäßigen Besucherandrang, die meisten Dultbesucher hielten sich dann in den Festzelten auf. Trotzdem ist die Anzahl der Straftaten vor allem im Bereich der Taschendiebstähle stark angestiegen.

Im Vergleich zur vergangenen Maidult haben sich die Körperverletzungen leicht verringert, bis auf einen Fall, bei dem ein jugendlicher Dultbesucher niedergeschlagen und gestifelt wurde, handelte es sich meist um kleinere Auseinandersetzungen, bei denen zumeist keine ärztliche Behandlung erforderlich war. Erfreulicherweise wurde kein Polizeibeamter bei den vielen Einsätzen angegriffen und verletzt, lediglich einmal wurde Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Die Anzahl der betrunkenen Jugendlichen ist etwas zurückgegangen.

Insgesamt verrichteten an 17 Veranstaltungstagen 224 Beamte ihren Dienst auf der Maidult und leisteten dabei 1536 Einsatzstunden.

 

85 Straftaten auf der Dult

Bis zum heutigen Tag wurden bei den Polizeidienststellen 85 Straftaten in Bezug zur Maidult angezeigt (im Vergleich Maidult 2013: 71). 8 Körperverletzungen (2013: 11) sowie 2 gefährliche Körperverletzungen (5) wurden bislang bekannt, zumeist handelte es sich dabei um kleinere Rangeleien. Wie bereits berichtet, wurde ein Jugendlicher schwer am Kopf verletzt, nachdem er von unbekannten Tätern gestiefelt wurde. In diesem Fall sind die Ermittlungen nach den Tätern noch nicht abgeschlossen. In einem Fall bekam ein Festzeltbesucher einen Schlag mit einem Masskrug. Im Rahmen dieser Delikte wurde ein Täter festgenommen, bei einigen Schlägereien waren die Täter schon bekannt, da sie sich im Bekanntenkreis abspielten. Durch die Polizeipräsenz konnten zwei Körpverletztungen schon im Keim erstickt und die Streitigkeiten unterbunden werden.

Der Bereich der Diebstahlsdelikte zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert, bisher wurden 30 Anzeigen erstattet (2013: 31). Von diesen 30 Anzeigen fielen jedoch 22 Delikte auf Taschendieb- oder Handydiebstähle. Ein Großteil der Straftaten ist leider auch dem Leichtsinn junger Dultbesucher geschuldet. Ungeachtet vorausgegangener Hinweise werden Handtaschen unverschlossen über der Schulter getragen, unbeaufsichtigt auf den Tischen von Festzelten oder gar neben einem Fahrgeschäft abgestellt. Leichtes Spiel für geübte Diebe, die scheinbar in diesem Jahr auf der Dult unterwegs waren. Hier half auch die hohe Polizeipräsenz nicht weiter, immer wieder müssen die Dultbesucher sensibilisiert und auf die geeignete Sicherung ihres Eigentums hingewiesen werden. Zu den Taschendiebstählen kamen noch 6 Fahrraddiebstähle (2013: 11) sowie zwei sonstige Diebstähle (7).

 

Vier Leute in Gewahrsam genommen

Zwei Beleidigungen wurden angezeigt (2013:2), davon wurde einmal ein Polizeibeamter während des Einsatzes beleidigt. Des weiteren wurde noch ein Hausfriedensbruch in einem Festzelt angezeigt, ein junger Mann wurde zudem von Polizeibeamten wegen dem Besitz einer geringen Menge Betäubungsmittel festgenommen (sonstige Straftaten 2013: 4).

4 Personen (2013: 11) wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, dabei handelte es sich fast ausschließlich um Jugendliche, die später von ihren Eltern abgeholt wurden. Auch 4 betrunkene Jugendliche waren zu beklagen (2013: 11), einige davon waren so stark angetrunken, dass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich war. Um dies etwas einzuschränken, wurde im Rahmen der bestehenden Dultverordnung 6 Jugendlichen bereits vor dem Festgelände mitgebrachter Alkohol abgenommen (2013: 11).

Bei 135 Dultbesuchern wurden aus verschiedenen Anlässen die Personalien festgestellt, 34 Personen wurde ein Platzverweis erteilt. 23 mal (2013: 22) schritten die Beamten gegen Wildpinkler im Umfeld der Dult ein, auch ein Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro bewegt die zumeist jungen Dultbesucher nicht zum Besuch einer der zahlreich vorhandenen Toiletten.

6 Jugendliche wurden beim Rauchen ertappt (2013: 1), 2 Vermissungen sowie 28 Fund- und Verlustanzeigen mussten von den Beamten bearbeitet werden.

3 Verkehrsteilnehmer wurden wegen Trunkenheit angehalten und aus dem Verkehr gezogen (2013: 3), einer von ihnen war dabei mit seinem Fahrrad unterwegs. Außerordentlich hoch war die Zahl der Falschparker, die abgeschleppt werden mussten. 37mal musste der Abschleppwagen gerufen werden (2013:12), 753 Verwarnungen (2013: 868), überwiegend durch den Verkehrsüberwachungsdienst Regensburg, wurden ausgestellt.

 

pm