Polizei: Palmator verlief relativ ruhig

Der „Palmator“-Anstich ist immer ein wenig stressig für die Ordnungshüter im Raum Regensburg.. Dieses Jahr verhinderte das relativ schlechte Wetter, dass der Adlersberg so gut besucht war wie im Vorjahr. Momentan ist von ca. 5.0000 Besuchern die Rede, das wären deutlich weniger als im Jahr 2014. Zum Glück fällt die Bilanz in diesem Jahr recht positiv aus: Laut Polizei Nittendorf verlief der Palmatorsonntag in diesem Jahr ruhiger als in den Vorjahren:

Bei kühlem, regnerischem und windigem Wetter kamen heuer deutlich weniger Besucher zum Starkbierfest als in den Vorjahren. Bereits am frühen Vormittag zogen aus allen Himmelsrichtungen Pulks von jungen Leuten zu Fuß Richtung Adlersberg. Sie hinterließen mancherorts herausgerissene Leitpfosten, beschädigte Verkehrszeichen und ein Meer an Flaschen und Glasscherben. Ein Teil dieser Besucher erreichte bereits stark betrunken den Adlersberg. Zahlreiche Besucher widerstanden den Widrigkeiten des Wetters und ließen sich tatsächlich im Freigelände oder an den im Brauereihof aufgestellten Biertischen nieder. Die leichte Bekleidung vor allem vieler junger Mädchen ließ den Beobachter frösteln.

 

Für die Sicherheit beim Starkbierfest sorgten auch heuer wieder Ordner eines Sicherheitsdienstes. Zwischen 09.00 und 20.00 Uhr waren sie mit bis zu 40 Männer und Frauen vor Ort. Diese Ordner, die Mitarbeiter der Sanitätswache und etwa 50 Polizeibeamte arbeiteten Hand in Hand.

 

Die Polizeikräfte setzten sich zusammen aus einer Einheit junger Bereitschaftspolizisten aus Würzburg, sowie 20 Beamten der PI Nittendorf und der Nachbardienststellen. Trotz der wieder sehr zahlreichen stark Betrunkenen verlief der Palmator in diesem Jahr für die Polizei ruhiger als sonst. Ein Vorfall stößt bei den eingesetzten Beamten trotzdem sauer auf: Um 13.45 Uhr geriet ein 19jähriger aus Regenstauf mit seiner am Tisch sitzenden Freundin in Streit. Der junge Mann warf einen gläsernen Masskrug in Richtung der Frau. Der Krug verfehlte zwar die Freundin, traf jedoch eine 18jährige Bekannte am Kopf. Sofort entstand ein Tumult, der schnell von einer zufällig in der Nähe befindlichen Fußstreife der PI Nittendorf und einem Ordner unterbunden werden konnte. Der offensichtlich betrunkene und sehr aggressive Mann wurde in Gewahrsam genommen. Dabei beleidigte er die eingesetzten Beamten mehrmals mit teilweise nicht zitierfähigen Ausdrucken und schlug und trat um sich. Er musste schließlich an Händen und Füßen gefesselt in den Polizeiarrest gebracht werden. Zwei Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt. Sie konnten den Dienst nicht mehr fortsetzen und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Alkotest bei dem Schläger betrug 1,18 Promille.

Ansonsten waren die weiteren Vorfälle eher kleinerer Natur:

  • Bereits um 13.00 Uhr fiel ein junger Mann auf, der ein Verkehrszeichen mit sich herumtrug. Er hatte um diese frühe Zeit bereits 2,34 ( !)  Promille.
  • Um 14.30 Uhr gerieten zwei Frauen in Streit. Dabei erhielt eine der Damen einen heftigen Schlag gegen die Brust. Sie musste sich in ärztliche Behandlung begeben.
  • Ein 23jähriger Student stürzte um 16.45 Uhr mit seinem Fahrrad in Hinterberg und verletzte sich leicht. Da er 1,88 Promille intus hatte, erhält er eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.
  • Weil er stark betrunken andere Gäste anpöbelte wurde ein 44jähriger Mann aus Lappersdorf in Gewahrsam genommen.
  • Weitere 11 Personen erhielten polizeiliche Platzverweisungen, weil sie sich alkoholbedingt ungebührlich aufführten.
  • Die Sanitäter mussten insgesamt 18 Personen behandeln. 9 davon wurden zu eingehenderen Untersuchungen in Krankenhäuser verbracht. Darunter befanden sich  auch zwei Krankheitsfälle.

Die Einbahnregelung musste nur kurzzeitig in Kraft gesetzt werden. Wegen des schlechten Wetters war das Fahrzeugaufkommen deutlich geringer als üblich.

Erfreulicherweise wurde bei den zahlreichen Verkehrskontrollen kein betrunkener Autofahrer festgestellt. Die durchgeführten Alkotests verliefen alle negativ.

PM/MF