Pflugfahrer vor Gericht

Vergangenen Januar forderte der Wintereinbruch in Regensburg ein Todesopfer: Eine 52-jährige Frau wurde auf dem Parkplatz eines Supermarktes von eine Schneepflug erfasst und schwer verletzt. Eine Stunde später verstarb sie im Regensburger Uniklinikum. Unter anderem hatte sie schwere innere Blutungen und Brüche erlitten.

Der Angeklagte hätte die notwendige Sorgfalt im Straßenverkehr nicht beachtet, heißt es in einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Regensburg gegen den Angeklagten. In diesem wird er der Fahrlässigen Tötung beschuldigt. Gegen den Strafbefehl hat der Pflugfahrer Widerspruch eingelegt, so dass der Fall heute vor dem Amtsgericht Regensburg landete.

Update (12:09 Uhr): In der heutigen Sitzung vor dem Amtsgericht wurde über den Widerspruch auf den Strafbefehl von 120 Tagessätzen zu je 50 Euro verhandelt. Das Gericht hörte Zeugen und einen Gutachter an. Nachdem die Richterin in der Sitzung dem Angeklagten aber klar machte, dass sie von den Tathergang überzeugt sei, wie die Staatsanwaltschaft ihn beschreibt, beschränkte der Angeklagte seinen Widerspruch auf die Höhe der Tagessätze, die neu festgelegt wurde. Er wurde damit rechtskräftig zu einer Zahlung von 120 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt.

 

SC