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Ostbayern: Warnstreiks bei der Länderbahn

Im Raum Cham, Zwiesel und Viechtach streiken seit Freitagmorgen die Beschäftigten der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, wie Harald Hammer von der EVG Geschäftsstelle Regensburg am Freitag bestätigte. Demnach fallen in diesen Bereichen seit dem frühen Morgen nahezu alle Züge der Länder- und Oberpfalzbahn aus.

 

Der zuvor angekündigte Streik soll noch bis 10:00 Uhr andauern und Druck auf den Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen ausüben. Seit Dezember 2020 habe es drei Verhandlungsrunden gegeben. Das bisherige Angebot des Arbeitgebers sei aber weiter inakzeptabel.

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem 7,6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, Zeitguthabenkonten mit flexibler Zeitentnahme während des gesamten Berufslebens und eine höhere Ausbildungsvergütung.

 

Mitteilung der EVG zum Streik:

Seit Ende November 2020 sind bei der Länderbahn die Tarifverträge zwischen  uns und dem Arbeitgeber ausgelaufen. Seit Dezember 2020 fanden drei Verhandlungsrunden mit dem Arbeitgeber statt. Das bisherige Angebot des Arbeitgebers ist weiterhin inakzeptabel.
Deshalb rufen wir für Freitag den 5.3.2021 mit Beginn der Frühschicht zum Warnstreik auf.

Besonders betroffen ist der Raum Viechtach, Zwiesel und Cham. Bei der Wald- und Oberpfalzbahn wird es zu Beeinträchtigungen im Zugbetrieb kommen. Ebenfalls am Warnstreik beteiligen sich die Beschäftigten der Werkstatt in Neumark.

Wir fordern kein Hexenwerk, sondern:

  • 7,6 Prozent mehr Geld, inkl. mehr vom EVG‐Wahlmodell
  • Abschluss eines Zeitguthabenkonten‐TV mit indiv., flexibler Zeitentnahme während des gesamten Berufslebens
  • Einführung einer AG-finanzierten Leistung zur bAV, monatlich 2 % aus dem Monatstabellenentgelt,mindestens jedoch 50 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung an das Branchenniveau
  • Weiterentwicklung des Haustarifvertrages.

 

dpa/EVG/MB