Ostbayern: Export trotzt schwierigem Umfeld

Brexit in Großbritannien, Rezession in Russland und Brasilien, wirtschaftlicher Umbruch in China, Stagnation in einigen Schwellenländern – den Turbulenzen in der Weltwirtschaft zeigt Ostbayerns Exportwirtschaft die kalte Schulter. Im ersten Halbjahr 2016 stieg der Außenhandel ostbayerischer Unternehmen um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Export aus Ostbayern in die Welt wuchs sogar um 11,4 Prozent. Die Exportquote in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim liegt jetzt bei 56 Prozent. 

Wie kommt es zu dieser Entwicklung? - „Die veränderten Rahmenbedingungen schlagen zeitlich verzögert durch“, vermutet der Außenhandelsexperte Markus Huber von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Erst seit zwei bis drei Monaten trübe sich das wirtschaftliche Weltklima ein. „Die Exportunternehmen in der Region sind noch gut ausgelastet. Das liegt vor allem an langfristig laufenden Aufträgen und Projekten“, erklärt Huber. Es bleibe abzuwarten, wie sich das zweite Halbjahr 2016 entwickeln wird.

 

Regionale Unterschiede

Unternehmen in den Städten Weiden und Regensburg konnten ihre Exportaktivitäten mit einem Plus von 19,4 bzw. 21 Prozent am stärksten ausbauen. Es folgen die Landkreise Kelheim (13,3 Prozent), Regensburg (8,2 Prozent), Neustadt/WN (5,0 Prozent), Cham (3,5 Prozent) und Tirschenreuth (1,7 Prozent). Eine negative Veränderung zum Vorjahr gab es hingegen im Landkreis Schwandorf (-0,7 Prozent), in der kreisfreien Stadt Amberg (-1,2 Prozent), dem Landkreis Neumarkt (-1,0 Prozent) und Amberg-Sulzbach (-12,7 Prozent).

Pressemitteilung/MF