Oberbürgermeister Joachim Wolbergs räumt Fehler im Umgang mit Privatdarlehen ein

Im Zusammenhang mit der möglichen Parteispendenaffäre hat der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs der „Süddeutschen Zeitung“ gegenüber eingeräumt, dass er Fehler begangen habe. So habe er gemeinsam mit seiner Ehefrau einen Privatkredit in Höhe von 220.000 Euro aufgenommen und das Geld anschließend an den SPD-Ortsverein Regensburg Süd überwiesen. Dies sei damals geschehen, ohne sich das Darlehen vom SPD-Landesverband genehmigen zu lassen. Grund sei das ausgeschöpfte Budget am Ende des Kommunalwahlkampfes 2014 gewesen.

Gegen den Regensburger Oberbürgermeister wird derzeit wegen des Verdachts der Vorteilsannahme ermittelt. Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen außerdem drei örtliche Bauunternehmen, die ihre Spendenbeträge bewusst gestückelt haben sollen, um unter jene Grenze zu fallen, bei der die Spender im Rechenschaftsbericht der Parteien aufgeführt werden müssen.