OB bringt viele Anregungen zur Stärkung des Einzelhandels in der Altstadt mit

Die Sommertour, die Oberbürgermeister Joachim Wolbergs neu eingeführt und in diesem Jahr dem Thema „Einzelhandel in der Altstadt“ gewidmet hatte, war ein voller Erfolg. Nur so strotzend vor Ideen und Anregungen will Wolbergs jetzt seine Erkenntnisse mit Fachleuten aus der Verwaltung diskutieren. Außerdem beschloss er spontan, seine Gespräche mit den Altstadtkaufleuten im Herbst fortzusetzen.

„Die Regensburger Altstadt ist individuell, liebenswert und wertebasiert“, so der OB. „Das macht ihre Marke aus.“ Es gehe darum, diese Marke zu stärken und zu bewerben. Dies betrachte er als Chefsache. Denn: „Wenn die Altstadt floriert, dann geht es der Stadt in der Regel gut. Das Wohlergehen der Altstadt hat viel mit der Zukunftsfähigkeit der Stadt insgesamt zu tun. Deshalb ist es sinnvoll, dass sich der Oberbürgermeister persönlich um dieses Thema kümmert.“

Als erste Konsequenz wird eine Beschlussvorlage erarbeitet, die unter anderem die Einrichtung eines Runden Tisches Altstadt zum Gegenstand hat, der künftig als Forum für alle Fragen und Probleme gelten soll. An diesem Runden Tisch sollen folgende Vertreter sitzen:

  • Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (Vorsitz)
  • Stadt Regensburg (Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung)
  • Industrie- und Handelskammer
  • Stadtmarketing
  • Aktionsgemeinschaft Altstadt
  • Landesverband Bayerischer Einzelhandel
  • Deutscher Hotel- und Gaststättenverband
  • Kreishandwerkerschaft Regensburg
  • Bund der Selbstständigen
  • Regensburg Tourismus GmbH
  • Aktionsbündnis Fair feiern
  • Altstadtfreunde Regensburg

 

Darüber hinaus soll die Aktionsgemeinschaft Altstadt, eine tragende Säule des Stadtmarketing Regensburg, deutlich gestärkt werden. Wolbergs will deshalb dem Stadtrat eine dreijährige Anschubfinanzierung von 75.000 Euro pro Jahr vorschlagen. Die Gelder sind insbesondere für Personalkosten (Geschäftsführung und Assistenz) vorgesehen. Die Aktionsgemeinschaft, der zurzeit nur wenige der rund 600 Einzelhändler in der Altstadt angehören, soll eine einheitliche und schlagkräftige Vertretungsorganisation mit mindestens 250 Mitgliedern werden, die  gemeinschaftliche Ziele verfolgt und aufgrund ihrer Akzeptanz auch durchsetzen kann. Sie soll als Altstadtmanagement und Marketingorganisation fungieren.

Angestrebt wird außerdem ein Gutscheinmodell nach dem Vorbild des Linzer City Rings. Der „Linzer-City-Gutschein“ ist mit einem Jahresumsatz von sechs Millionen Euro zur Währung der Linzer Innenstadt geworden. Kunden können damit in mehr als 350 Geschäften der Linzer City einkaufen.

Die Beschlussvorlage, die sich außerdem eingehend mit der Entwicklung und Lage des Einzelhandels in der Altstadt beschäftigt, soll zunächst im Oktober 2014 dem Wirtschaftsausschuss und anschließend dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Noch in diesem Jahr will der OB dann in enger Abstimmung mit dem Runden Tisch Altstadt ein Aktionsprogramm zur Stärkung der Altstadt erarbeiten, das anschließend dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Folgende Themen sollen dabei auf jeden Fall behandelt werden:

  • Zwischennutzung von Leerständen
  • Rückverlagerung von Frequenzbringern in die Altstadt (z.B. Behörden)
  • Verkehrssituation einschließlich Parken, Radverkehr und Altstadtbus
  • Aufenthaltsqualität und Möblierungskonzeption
  • Feste, Veranstaltungen, verkaufsoffene Sonntage
  • Sondernutzung
  • Tourismus

 

pm