Neuer Landrat in Kelheim: Schleppende Wählerbeteiligung zeichnet sich ab

Nach 24 Jahren bekommt der Landkreis Kelheim einen neuen Chef. Insgesamt sieben Kandidaten treten heute um die Nachfolge von Hubert Faltermeier (Freie Wähler) und die Gunst der 93 100 Wahlberechtigten an. Bekommt keiner der Kandidaten beim ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen, kommt es am 2. Oktober zur Stichwahl zwischen den beiden Kontrahenten mit den meisten Stimmen. Bis in die Mittagsstunden lag die Wahlbeteiligung im Stadtgebiet Kelheim mit nur zehn bis 14 Prozent deutlich unter der der vorangegangegen Landratswahlen. In Kelheim lag sie bisher um diese Uhrzeit bei etwa 25 Prozent, so Bürgermeister Horst Hartmann (SPD).
Die beiden bekanntesten Bewerber sind der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer (CSU), und der ehemalige Bürgermeister von Kelheim, Fritz Mathes (Freie Wähler). Der 51-Jährige hatte 2014 nach zwölf Jahren den Bürgermeistersessel räumen müssen.

Neumeyer tritt bereits zum dritten Mal bei der Landratswahl in Kelheim an – jedes Mal scheiterte er an Faltermeier. 1998 erhielt Neumeyer 23 Prozent der Stimmen, 2010 landete er bei rund 37 Prozent. Zudem treten an: Stephan Schweiger (SPD), Birgit Wack (ÖDP), Heinz Kroiss (FDP), Fritz Zirngibl (Bayernpartei) und Alois Schweiger (Stadt-Land-Union).

 

CB/dpa