Ostbayern in 100 Sekunden vom 14. August

Die Regensburger Organisation Sea-Eye wird vorerst keine Einsätze zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im westlichen Mittelmeer mehr fahren. Nach Ärzte ohne Grenzen hat sich auch Sea-Eye zu diesem Schritt entschieden, nachdem die libysche Regierung eine unbestimmte und einseitige Ausdehnung ihrer Hoheitsgewässer angekündigt hatte. Sea-Eye teilte am Sonntag zudem mit, dass es von Seiten der libyschen Regierung eine explizite Drohung an private Nichtregierungsorganisationen gegeben habe. Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer hält deshalb eine Fortsetzung der Rettungsarbeiten aktuell für nicht möglich. Man könne dies auch gegenüber den Crews nicht mehr verantworten.

 

Am Samstag wurde das Gäubodenvolksfest von Kultusminister Ludwig Spaenle offiziell eröffnet. Doch schon am Freitag war ganz Straubing auf den Beinen – für den traditionellen Volksfestauszug. Es war der lang erwartete Start in die 5. Jahreszeit und vielleicht nach dem Rathausbrand noch viel schöner, trotz des recht schlechten Wetters. Das erste Volksfestwochenende verlief dann auch recht ruhig Die Polizei berichtet von einer gefährlichen Körperverletzung durch einen amtsbekannten Mann und von einem Platzverweis mit Betretungsverbot für den Festplatz.

 

Im Landkreis Kelheim hat es heute eine Kundgebung für den suspendierten Kirchdorfer Bürgermeister Alfred Schiller gegeben. Vor dem Kelheimer Landratsamt wollten die Kirchdorfer Bürger damit zeigen, dass sie weiterhin hinter ihrem Bürgermeister stehen und Schiller ihr Vertrauen hat. In den vergangenen Tagen wurden in der Gemeinde zudem Unterschriften für ihn gesammelt. Mitte Juli wurde Schiller durch die Landesanwaltschaft erneut suspendiert. Ihm wird vorgeworfen, beim Bau des Kirchdorfer Dorfladens durch illegale Preisabsprachen gegen das Vergaberecht verstoßen zu haben.