© Eder

Matting: LKW von Lok gerammt – Fahrer schwer verletzt

Heute hat sich bei Matting ein schwerer Unfall ereignet: An einem unbeschrankten Bahnübergang kollidierte eine Lok mit einem Lastwagen. Die Fahrerkabine des LKW  wurde völlig zerstört, der Fahrer wurde durch die Wucht des Aufpralls aus dem Wrack geschleudert. Er wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. An Lok und LKW entstand hoher Sachschaden, wie es genau zum Unfall kommen konnte, soll jetzt ein Gutachter klären.

Fotos: Eder

 

Der Bericht der Polizei:

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstag, 03.05.2016 um 14:09 Uhr, auf einem unbeschrankten Bahnübergang kurz nach Sinzing. Der aus dem Landkreis Regensburg stammende 22-jährige Fahrer eines Sattelzuges wollte nach einer Lieferung von Baumaterialien für Gleisbauarbeiten nach rechts in die Gemeindeverbindungsstraße Sinzing – Lohstadt einbiegen. Als er sich mit der Zugmaschine der Marke Mercedes direkt auf dem Bahnübergang befand, wurde das Führerhaus von einer Lokmotive der Deutschen Bahn erfasst. Die Lok war auf der in diesem Bereich eingleisigen Strecke in Richtung Ingolstadt unterwegs. Der Fahrer des Lkw wurde mit schwersten Verletzungen nach notärztlicher Erstversorgung durch einen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Lokführer wurde leicht verletzt und musste mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht werden.

Der Sattelzug wurde total beschädigt, an der Lokomotive entstand erheblicher Sachschaden. Die Schadenshöhe dürfte bei etwa 30.000,- Euro anzusiedeln sein. Die Bahnstrecke Regensburg – Ingolstadt war während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden gesperrt.

Der Bahnübergang befindet sich unmittelbar auf Höhe der Ortschaft Matting und ist mit einer Lichtzeichenanlage bestückt. Auf Anordnung der Staatsanwaltshaft wurde zur exakten Klärung des Unfallhergangs ein Gutachter hinzugezogen. Die am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt. In die polizeilichen Ermittlungen sind die Bundespolizei und eine Gruppe der Unfallforschung der Deutschen Bahn eingebunden.

Am Einsatz war ein Großaufgebot von Hilfs- und Rettungskräften mit über 100 Personen beteiligt.

 

 

PM/MF