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Kneiting: Scheune droht durch Baggerarbeiten einzustürzen

Großeinsatz für zwei Ortsverbände des THWs aus dem Landkreis Regensburg und Kelheim: In Kneiting drohte eine Scheune einzustürzen. Ein Baggerfahrer hatte das Fundament frei gelegt, mehrere Stützbalken waren sofort gebrochen. Die massive Scheune kippte einen Meter nach vorne und sackte ebenfalls einen Meter ab. Der Fachberater des Technischen Hilfswerks schätzte die Lage als gefährlich ein. 

Am Donnerstagabend mussten zwei Ortsverbände des Technischen Hilfswerks nach Kneiting im Landkreis Regensburg ausrücken. Eine Scheune drohte nach ersten Meldungen einzustürzen. Vor Ort angekommen, stellte der Fachberater des THW eine akute Gefahr fest.

Ein Baggerfahrer hatte in der Scheune den Boden rund 1,5 Meter tief abtragen. Daraufhin konnte das Fundament die Last einer Außenmauer nicht mehr halten, sodass diese nachrutschte. Die Scheune sackte deshalb rund einen Meter in die Tiefe und verschob sich um ebenfalls einen Meter auf die Seite. Mehrere Dachbalken brachen durch die Last auseinander.

Nach ersten Einschätzungen des Fachberaters des THWs war die Scheune aufgrund dessen akut einsturzgefährdet. Da nicht auszuschließen war, dass bei einem Zusammenbrechen der Scheune nicht auch das Nachbarhaus bzw. das angebaute Wohnhaus auf der Rückseite gefährdet sei, rückten sowohl der THW Ortsverband aus Laaber sowie aus Kelheim zu dem Anwesen in Kneiting an.

Die zahlreichen Einsatzkräften bauten aus Holzbalken und Metallstreben eine notdürftige Abstützung des Dachs und der Außenmauer der Scheune auf. Mehrere Messpunkte wurden gesetzt, sodass bei jegliche Bewegung der Balken und der Mauer sofort  Alarm geschlagen werden konnte.

"Der Eigenschutz der Einsatzkräfte geht selbstverständlich bei solchen Einsätzen immer vor", so Fachberater Bauer Joachim vom THW Ortsverband Laaber. Der Einsatz dauerte bis spät in die Nacht an.

Ob die Scheune nun komplett abgerissen werden muss, oder noch Teile zu retten sind, muss nun ein Gutachter bzw. Statiker in den nächsten Tagen klären.

 

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Bilder und Informationen: Alexander Auer