© Ratisbona Media

Kelheim: Leiche an der Donau entdeckt

Vor Ort in Riedenburg: Anwohner geschockt

© Rudolf Heinz

Die Menschen in Riedenburg sind fassungslos. Viele kannten die Frau und rätseln wie auch die Polizei über den Tod der 40-Jährigen.

In der Nähe des Marktplatzes haben wir Angelina Hößrich getroffen. Die 19-Jährige sagt, dass Alexandra P. erst vor wenigen Monaten vom Balkon in die Tiefe gefallen sein soll. Ob hinter dem Sturz eine Selbstmordabsicht gesteckt hatte, weiß sie nicht. Der Tod von Alexandra P. versetzt die Auszubildende und ihre Mutter in Fassungslosigkeit. "Wir haben Angst", so Angelina Hößrich.

 

Ein Zeuge berichtet

Armin Gil ist Friseur in Kelheim. Er war am Sonntagnachmittag in der Nähe des Fundortes. Er war mit seiner Frau zu einer Radtour aufgebrochen als er von einem jungen, nervösen Mann aufgehalten wurde. Dieser hatte kurz zuvor die Leiche der Frau entdeckt.  

"Die Leiche hatte eine Kopfwunde und hielt eine Flasche in der Hand."

"Man macht sich da schon seine Gedanken: 'Wie wäre es, wenn wir die Frau gefunden hätten?' oder 'Wie ist das passiert?; Wer war das?'"

© Rudolf Heinz

Was ist bisher passiert?

Wie bereits berichtet, wurde am Sonntagnachmittag (10.04.), gegen 14.00 Uhr, eine Frau am Gronsdorfer Wehr (Landkreis Kelheim) aufgefunden. Mittlerweile liegen weitere Details zu dem Fall vor. Demnach können Staatsanwaltschaft Regensburg und Kripo Landshut eine Gewalteinwirkung Dritter nicht ausschließen. Auch am heutigen Dienstag ist die Polizei mit einem Großaufgebot wieder vor Ort. Eine Tauchergruppe wird heute erneut im Donaukanal nach Spuren suchen.

 

"Die Frau ist an einem schweren Blutverlust verstorben", das hat Theo Ziegler, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Regensburg auf TVA-Nachfrage bestätigt. Die Obduktion der Leiche ist mittlerweile abgeschlossen. Auf Grund der anfangs unbekannten Todesursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Regensburg eine Obduktion im Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen angeordnet. Diese wurde im Laufe des Montages durchgeführt. Demnach können Staatsanwaltschaft Regensburg und Kripo Landshut eine Gewalteinwirkung Dritter nicht ausschließen.

 

Letztes Lebenszeichen am Mittwoch

Seitdem verliert sich ihre Spur. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Zeugenhinweise. Wer hat die 40-Jährige in den letzten Tagen gesehen? Sie wird wie folgt beschrieben: Ca. 175 cm groß, 84 Kilogramm schwer, kräftige Statur, dunkle nach hinten zusammengebundene Haare, trug einen schwarzen Stoffjacke mit Kapuze, schwarzen Rock bis oberhalb die Knie, rot-violette Strumpfhose und schwarze Lederpantoffel. Sie hatte eine hellbeige Lederumhängetasche bei sich.

Für Zeugenhinweise aus der Bevölkerung wurde ein spezielles Hinweistelefon eingerichtet. Unter 0871/9252-2112 werden jegliche sachdienliche Erkenntnisse entgegengenommen. Die Kripo Landshut hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Die Ermittlungen werden nach wie vor mit Hochdruck fortgesetzt. Einen Tatverdacht gegen eine Person gibt es derzeit nicht. Aus Rücksichtnahme auf die Angehörigen bzw. Hinterbliebenen werden zum jetzigen Stand keine weiteren Details bekannt gegeben.

 

Mehr zum Thema

© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Rudolf Heinz© Rudolf Heinz© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media© Ratisbona Media

Der Pressebericht der Polizei:

Am Sonntag (10.04.2016), gegen 14 Uhr wurde über den Polizeinotruf von einem Spaziergänger eine tote Person am Uferbereich beim Gronsdofer Wehr gemeldet.

Über den alarmierten Notarzt wurde der Tod der Frau festgestellt. Es handelt sich bei der Leiche um die bereits vermisst gemeldete 40-jährige Frau aus dem Landkreis Kelheim. Über die Umstände des Ablebens liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Die Kriminalpolizei Landshut und die Staatanwaltschaft Regensburg haben die Ermittlungen aufgenommen. Es wird derzeit in alle Richtungen ermittelt.

 

Horst Hartmann: "Habe großes Vertrauen in die Arbeit der Polizei"

Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann hat sich heute ebenfalls zu den Ereignissen geäußert:

„Ich bin tief betroffen über den Vorfall in Kelheim, über den ich gestern von der Polizei und dem Feuerwehrkommandanten informiert worden bin. Ich war gestern Abend am Fundort in der Nähe der Schleuse Gronsdorf und habe mit den Einsatzkräften vor Ort gesprochen. Die Todesursache der Frau ist noch ungeklärt. Ich habe großes Vertrauen in die Arbeit der Polizei, die die Todesumstände aufklären wird. Zu weiteren Einzelheiten müssen wir die Ergebnisse der Polizei abwarten.“

12.04. MF, RH, LS