Kaum Nachfrage nach Kreuzen wegen bayerischer Kruzifix-Offensive

Aus der Kreuzpflicht für bayerische Staatsbehörden haben Händler von Kruzifixen und anderem Kirchenbedarf bisher kaum Profit schlagen können. Der Geschäftsführer des Fachgeschäfts Schreibmayr in München, Andreas Puettmann, sprach bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur von 20 bis 30 Kunden, die gezielt nach Produkten gefragt hätten.

Der Geschäftsführer der Firma Carl Ludwig in München, Thomas Ludwig, teilte mit: «Der Kreuzerlass blieb, auch wenn das für uns eher unerfreulich ist, weitgehend folgenlos.» Andere Kreuzhändler wie die Firma G.A. Wagner in Regensburg und die Oberammergauer Holzschnitzerei Klucker verzeichneten kaum oder keine neuen Käufer.

Auf Anordnung der bayerischen Staatsregierung war Anfang Juni ein umstrittener Erlass in Kraft getreten, wonach im Eingangsbereich der Dienstgebäude des Freistaats Kreuze hängen sollen. Ausgenommen davon sind Hochschulen, Theater und Museen. Die Neuregelung gilt auch nicht für Behörden des Bundes und der Kommunen in Bayern.

dpa/MF