Jahn-Nürnberg: Polizei zieht Bilanz

Das erste Heimspiel des SSV Jahn Regensburg in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg, stellte auch für die Polizei am Sonntag, 06.08.2017, eine Herausforderung dar. Für die Einsatzkräfte, unter Führung der Polizeiinspektion Regensburg Süd, standen die Sicherheit in der Regensburger Innenstadt, am Hauptbahnhof und im Stadionumfeld sowie die Verkehrssituation an oberster Stelle.

Die Polizeiinspektion Regensburg Süd begann frühzeitig mit den notwendigen Planungen und Vorbereitungen, um die sichere Durchführung des Spiels sowie die Sicherheit von Passanten und Verkehrsteilnehmern in der Innenstadt und im Stadionumfeld zu gewährleisten. Neben Kräften aus dem Präsidialbereich fanden sich Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei zur Einsatzbewältigung in der Domstadt ein. Zur Sicherheit innerhalb des Stadions trug ein entsprechend dimensioniertes Kontingent des Ordnungsdienstes bei.

Bewährt hat sich einmal mehr eine hohe Polizeipräsenz in der Innenstadt, mit den Schwerpunkten Hauptbahnhof und Stadionumfeld. Ein Großteil, der um 10:21 Uhr bahnseitig angereisten Gästefans, nutzte den angebotenen Shuttleservice vom Regensburger Hauptbahnhof zum Stadion nicht, so dass sich 350 Anhänger des 1. FC Nürnberg in einem Fanmarsch auf den Weg zum Stadion machte. Der Fußmarsch, der von Polizeikräften begleitet wurde, verlief nahezu störungsfrei. Lediglich ein Gästefan konnte dabei beobachtet werden, wie er Aufkleber mit der Aufschrift „ACAB“ an mehreren Licht- und Ampelmasten anbrachte. Er muss mit einem Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung rechnen.

Der Verkehr auf der Galgenbergstraße stadteinwärts musste zeitweise über die Albertus-Magnus-Straße abgeleitet werden. Weitere Fußballbegeisterte aus Nürnberg und Umgebung waren mit Bussen, Mehrsitzern und PKWs angereist. Kurzzeitig kam es zu Stauungen im Bereich der Autobahnanschlussstelle Universität an der A3 sowie der Galgenbergstraße und der Franz-Joseph-Strauß-Allee. Durch die geplanten Verkehrsmaßnahmen konnten die Verkehrsbehinderungen rund um das Fußballspiel auf ein Minimum reduziert werden.

Bei der Einlasskontrolle konnte vom Ordnungsdienst bei einem Club-Fan ein Vermummungsgegenstand in Form eines Schlauchschals aufgefunden und beschlagnahmt werden. Gegen den Betroffenen wurde Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz erstattet.

Die Spielphase verlief größtenteils störungsfrei.

In der Hermann-Geib-Straße kam es kurz vor dem Abpfiff zu einem Körperverletzungsdelikt zum Nachteil eines Fahrradfahrers. Er wurde von einem Nürnberger Fan mit Stadionverbot angerempelt, als er mit seinem Fahrrad am Tatverdächtigen, der in einer Gruppe unterwegs war, vorbei fuhr. Er stürzte und verletzte sich hierbei leicht.

Nach dem Spiel machten sich die 350 Gästefans erneut zu Fuß auf den Weg in Richtung Hauptbahnhof. Der Marsch, der erneut von Polizeikräften begleitet wurde, verlief ohne Störungen.

Die restlichen bahnreisenden Nürnberg-Fans nutzten das Angebot der Shuttlebusse, so dass der Zug pünktlich um 17:18 Uhr in Richtung Nürnberg starten konnte.

Die Polizeiinspektion Regensburg Süd bedankt sich bei allen Zuschauern, die den polizeilichen Empfehlungen Folge geleistet haben.

PM/MF