Herrmann verteidigt Schutzausrüstung der bayerischen Polizei

Nach der Messerattacke auf einen Polizisten in München hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Kritik an der Ausrüstung der Polizei kategorisch zurückgewiesen. Im Haushalt stünden für die Ausrüstung in diesem und im kommenden Jahr rund 555 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Herrmann am Mittwoch im Landtag in München. Er betonte, dass der am Montag bei einem Vorfall schwer verletzte Mann eine Schutzweste getragen habe, jedoch habe der psychisch-beeinträchtigte Täter am Hals zugestochen.

Die AfD hatte zuvor gefordert, eine flächendeckende Ausstattung der Polizisten in Bayern mit stichsicheren Schutzwesten gefordert. Diese Forderung sei aber nicht angebracht, weil bereits seit 18 Jahren alle Polizisten eine persönlich auf sie angepasste Schutzweste bekommen. Doch selbst bei der besten Ausrüstung mit Schutzwesten bleibe auch immer ein Restrisiko.

Am Montagabend hatte ein 23-Jähriger einen Polizisten am Hauptbahnhof München unvermittelt von hinten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Herrmann betonte, es sei noch immer nicht absehbar, ob er Beamte wieder vollständig gesund werde. Der Täter wurde inzwischen in einer Psychiatrie untergebracht.

dpa