Grillen in der Öffentlichkeit: Wo ist es erlaubt und wo nicht?

Auf privatem Grund ist die grillrechtliche Situation recht einfach geregelt: Sobald sich der Nachbar beschwert, muss man darauf Rücksicht nehmen. Ganz anders - und vor allem sehr unterschiedlich - sieht es aber auf öffentlichem Grund aus. Hier können Kommunen und Landkreise selbst bestimmen, wo gegrillt werden darf und wo nicht. Grundsätzlich muss sich aber Jeder an die Verordnung über die Verhütung von Bränden halten:

(1) - Feuerstätten im Freien müssen

  1. von Gebäuden oder Gebäudeteilen aus brennbaren Stoffen mindestens 5m,
  2. von leicht entzündbaren Stoffen mindestens 25m,
  3.  von sonstigen brennbaren Stoffen mindestens 5m

         entfernt sein.

     - Bei offenen Feuerstätten sind die von ihnen ausgehenden Gefahren besonders zu berücksichtigen; von leicht entzündbaren Stoffen müssen offene Feuerstätten mindestens 100m        entfernt sein. Abweichend von den Sätzen 1 und 2 dürfen Grillgeräte, Heizplize, Lufterhitzer und vergleichbare Feuerstätten in den von den Herstellern angegebenen Abständen zu             brennbaren Stoffen betrieben werden. 

(2) Feuerstätten dürfen im Freien bei starkem Wind nicht benutzt werden; das Feuer ist zu löschen.

(3) Offene Feuerstätten sind ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstätte erloschen sein.

 

  

 

Eine Liste der verschiedenen öffentlichen Grillplätze in Ostbayern:

Grundsätzlich halten sich die Landratsämter an das Bayerische Naturschutzgesetz, das heißt, in Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist das Grillen verboten. Ansonsten darf im öffentlichen Bereich gegrillt werden, wenn man die nötigen 100 Meter von einem Wald oder den oben bereits genannten entzündlichen Stoffen entfernt ist.

Wer sich nicht sicher ist, sollte aber am besten immer noch einmal bei der zuständigen Behörde nachfragen. So riskiert man kein unnötiges Bußgeld.

 

LH