Einkaufswagen im Gleis führt zur Zwangsbremsung

Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

Ein Einkaufswagen mitten im Gleis auf der Strecke Nürnberg -Regensburg bei Bahnkilometer 13,4 im Bereich Undorf führte am Donnerstag (24. Dezember) kurz nach Mitternacht zu einer Zwangsbremsung eines Güterzuges. Der zur Unfallzeit mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fahrende Zug überrollte den Einkaufswagen und schleifte ihn mehrere hundert Meter mit. Dabei riss die Druckluftleitung zwischen zwei Waggons. Dies führte zu einer Zwangsbremsung. Der Güterzug kam dadurch kurz vor dem Bahnhof Undorf zum Stehen. Durch die erforderliche Streckensperrung verspäteten sich sechs Züge insgesamt 140 Minuten. Hierzu ermittelt die Bundespolizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

 

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Sonntag (27. Dezember) gegen 21:00 Uhr ebenfalls im Bereich Undorf. Ein Reisender, der am Bahnhof auf seinen Zug wartete, bemerkte ein etwa 100 Meter vor dem Bahnhof brennendes Feuer im Gleisbereich. Er informierte die Integrierte Leitstelle, diese wiederum alarmierte die Feuerwehr Undorf, welche den Brand schnell löschen konnte.

Nach ersten Ermittlungen hat der oder die Täter Papier aus den Papiertonnen der Feuerwehr Undorf für das Feuer entwendet. Drei Züge hatten wegen der Streckensperrung von 16 Minuten insgesamt 38 Minuten Verspätung.

 

Die Bundespolizei hat bereits Personen im Verdacht. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Sie schließt auch nicht aus, dass beide Vorfälle, der Einkaufswagen im Gleis und das Feuer im Gleis, von den selben Tätern verursacht wurden.

 

Die Bundespolizei sucht jetzt nach Zeugen dieser Vorfälle.

Wer hat am Donnerstag (24. Dezember) zwischen 00:00 Uhr und 01:00 Uhr oder am Sonntag (27. Dezember) zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr eine oder mehrere Personen nahe der Bahnstrecke im Bereich Undorf gesehen? Wer kann Angaben über den oder die möglichen Täter oder verdächtige Wahrnehmungen machen?

Sachdienliche Hinweise bitte an das Bundespolizeirevier Regensburg unter der Telefonnummer 0941-59515-111 oder an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de