Digitales Programm bei den Volkshochschulen in Bayern

Die Volkshochschulen in Bayern bieten ihr Programm jetzt zunehmend digital an. Da in der Corona-Krise der gesamte Präsenzunterricht weggefallen ist, versuchen sie, so viele Angebote wie möglich online durchzuführen, wie eine Sprecherin des Bayerischen Volkshochschulverbandes mitteilte. Neben kulturellen Programmen wie Konzerten und Vorträgen bieten die Volkshochschulen (VHS) in München beispielsweise auch Vorbereitungskurse auf Schulabschlüsse an. 

«Es gibt in allen Bereichen digitale Angebote und diese werden jeden Tag mehr», so die Sprecherin. Jedoch ist man sich auch bewusst, dass durch das Onlineangebot Teile der Gesellschaft ausgeschlossen werden – etwa Menschen ohne Internetzugang. Die Volkshochschulen wollten in Zukunft den «Erwerb digitaler Kompetenzen unterstützen, um soziale Spaltung zu verhindern».

Genaue Zahlen zum tatsächlichen Anteil digitaler Kurse gibt es noch nicht. Jedoch rechnet auch der Bayerische Volkshochschulverband trotz einer schnellen Umstellung mit großen Gewinneinbrüchen.

Wie der Verband mitteilte, werden normalerweise etwa 70 Prozent der Einnahmen durch die etwa zwei Millionen Teilnehmer und durch die Präsenzveranstaltungen erzielt. Da die meisten Onlineangebote derzeit kostenlos sind, fallen diese Einnahmen vorerst weg. Die VHS in Bayern hofften daher laut Verband auf zusätzliche Unterstützung durch die Kommunen und den Freistaat.

dpa