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Corona in Bayern: Schulunterricht vorerst nur mit maximal 15 Schüler*innen

In den Schritt für Schritt wieder eröffneten Schulen in Bayern sollen nach Angaben von Kultusminister Michael Piazolo wegen des Coronavirus strenge Infektionsschutzmaßnahmen gelten. Am 27. April starten zunächst die Abschlussklassen an den weiterführenden und den beruflichen Schulen, frühestens ab dem 11. Mai soll der Unterricht ausgeweitet werden, etwa auf die Jahrgangsstufe 4 der Grundschule oder auf Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen.

"Der Unterricht soll in maximal halber Klassenstärke mit 10 bis 15 Schülern erfolgen. So werden wir in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten", sagte der Freie-Wähler-Politiker am Donnerstag nach der Sitzung des Kabinetts in München.

Auch an den Schulen stehe der Infektionsschutz an der erste Stelle. Dafür brauche es besondere Rahmenbedingungen wie spezielle Sitzordnungen. "An bestimmten Schulen prüfen wir auch einen zeitlich versetzten Schulbeginn", sagte Piazolo. Zudem brauche es Sonderregelungen für das Verhalten im Schulhaus. Ein Mensabetrieb oder Pausenverkauf werde etwa nicht möglich sein - auch keine Schulhofbesuche.

Das Kabinett hatte zuvor beschlossen, dass in Bayern die Schulen schrittweise in den kommenden Wochen wieder ihren Betrieb aufnehmen sollen. Am 27. April starten zunächst die Abschlussklassen an den weiterführenden und den beruflichen Schulen, das seien etwa 14 Prozent aller Schüler, sagte Piazolo.

Für alle anderen Jahrgangsstufen einschließlich der Grundschulklassen bleibt es bei den Schulschließungen. Frühestens ab dem 11. Mai soll der Unterricht ausgeweitet werden, etwa auf die Jahrgangsstufe 4 der Grundschule oder auf Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen.

"Der Unterricht für die Abschlussklassen ab 27. April ist keine Rückkehr zur Normalität. Eine größere Zahl an Schülerinnen und Schülern an den Schulen ist derzeit noch nicht möglich", sagte Piazolo.

Er wisse, dass die Situation für alle Beteiligten nicht einfach sei. "Aber: Wir müssen das Coronavirus weiter eindämmen und unsere Mitmenschen schützen. Gemeinsam sind wir auf dem richtigen Weg – und dürfen jetzt nicht nachlassen."

Piazolo versprach auch, dass kein Schüler wegen coronabedingten Wissenslücken in diesem Schuljahr sitzenbleiben soll. "Wir werden großzügig ein Vorrücken auf Probe erlauben."

Ihm sei sehr wohl bewusst, dass der Unterricht Zuhause für viele Schwierigkeiten mit sich bringe. Deshalb werde es für alle Schülerinnen und Schüler, die gestaffelt in den Unterricht in den Schulgebäuden zurückkehren werden, "auch eine Phase des Ankommens" geben. In dieser Zeit sollen Wissenslücken geschlossen und alle wieder auf den gleichen Stand gebracht werden.

 

dpa

 

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dpa/MB/MF