Cham: Volksfest verlief relativ ruhig

Nach dem 68. Chamer Volksfest stellt die Polizei in Cham eine Sicherheitsbilanz vor: Das Fest ist sehr friedlich und laut Polizei relativ ruhig verlaufen. Auch auf die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen haben sich die Festbesucher gut eingestellt, bei ihnen möchte sich die Polizei ausdrücklich bedanken.

Chamer Volksfest: Die Polizeibilanz

An den elf Festtagen kam es zu keinen größeren Ausschreitungen oder Störungen.

Insgesamt wurden die Beamten in diesem Zeitraum zu vier Körperverletzungsdelikten gerufen, bei denen aber kein Beteiligter schwerer verletzt wurde.

Zum Festauftakt, am 29.07., fiel ein 22 Jahre alter Student aus dem Stadtgebiet Cham negativ im Festzelt auf, weshalb ihm der Sicherheitsdienst aus dem Zelt verwies und ein Hausverbot erteilte. Trotzdem tauchte der offensichtlich alkoholisierte Mann kurze Zeit später wieder dort auf. Er wurde von der Security nach draußen begleitet. Dabei reagierte er aggressiv und stellte einem Mitarbeiter ein Bein, so dass dieser stürzte und sich leicht am Knie verletzte. Außerdem beleidigte er das Kontrollpersonal. Auch die mittlerweile verständigte Polizeistreife betitelte er mehrmals mit Kraftausdrücken. Er wurde deshalb vorläufig in Gewahrsam genommen und zur Polizeidienststelle verbracht. Dort wurde er von seiner Schwester abgeholt und in „Obhut“ genommen.

Am gleichen Tag kam es auf dem Festplatz noch zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 22 Jährigen aus Rötz und einem 17 jährigen Chamer. Dabei schlug der Jüngere dem Älteren mit der Faust ins Gesicht. Vorausgegangen war ein Streit wegen einer „Liebschaft“.

Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Cham eingeliefert.

Arbeitskollegen gerieten aneinander

In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Arbeitskollegen im Weißbierstadl. Sie gerieten aus unbekannter Ursache derart in Streit, dass ein 33 Jähriger aus Cham einen 34 Jährigen aus Arrach einen Kniestoss in den Unterleib versetzte. Dieser revanchierte sich mit einem Faustschlag ins Gesicht. Beide Männer, die erheblich alkoholisiert waren, wurden leicht verletzt.

Am Freitag, gegen 01.00 Uhr, ging ein 20 Jähriger an zwei Personen vorbei, die offensichtlich eine tätliche Auseinandersetzung hatten. Er wollte schlichtend eingreifen. Dabei bekam er einen Faustschlag an den Kopf. Der Schläger flüchtete zunächst, kehrte aber währenddessen der Geschädigte versorgt wurde, wieder zurück. Er wurde von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes erkannt. Da er erneut flüchtete wurde er verfolgt. Auf Höhe der Tankstelle konnte er gestellt und der Polizeistreife übergeben werden. Der 21 Jährige hatte selbst einer Verletzung über dem linken Auge, die nach seiner Schilderung von einem Schlag mit einem Glas herrührte. Näher wollte er sich dazu nicht äußern. Er lehnte auch eine medizinische Versorgung ab. Insgesamt zeigte er sich wenig kooperativ.

Am ersten Volksfestmontag kam es zu einem Taschendiebstahl. Ein 57 Jähriger saß an einem Biertisch im Außenbereich des Festzeltes, nahe dem Haupteingang. In der rechten hinteren Gesäßtasche hatte er seine Geldbörse eingesteckt. Diese wurde ihm von einem bisher unbekannten Täter entwendet, ohne dass er auf die Tat aufmerksam wurde. Der Schaden beläuft sich auf ca. 200 Euro.

Bereits am Auftakttag hatte ein 15 jähriger Jugendlicher zu tief ins Glas geschaut. Er wurde in der Nähe des Festplatzes auf dem Gehweg halbschlafend von einer Polizeistreife aufgegriffen. Der erheblich alkoholisierte Jugendliche war in Begleitung eines 17 Jährigen, der nicht minder alkoholisiert war. Die Eltern wurden verständigt, die sie abholten und in ihre Obhut nahmen. Inwieweit jugendschutzrechtliche Verfehlungen vorliegen wird noch geprüft.

Der Festzug „Singendes, klingendes Cham“ lockte bei schönem Wetter auch in diesem Jahr mehrere tausende Besucher an, die den ca. 2500 Mitwirkenden Beifall spendeten.

 

PM/MF