Cham: Gewalt als Retourkutsche für Aussage vor Gericht?

Nach einer belastenden Aussage vor Gericht haben ein Angeklagter und zwei weitere junge Männer in Cham einem Zeugen aufgelauert. Ein 17- und zwei 18-Jährige sollen ihn im Stadtpark bedroht und geschlagen haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Anschließend hätten sie Geld von dem 18-Jährigen gefordert. Die Männer warnten ihn davor, den Vorfall der Polizei zu melden, und drohten weitere Übergriffe an. 

Der junge Mann meldete sich trotzdem bei den Beamten. Diese ermitteln nun wegen räuberischer Erpressung und weiterer Delikte. Ob ein direkter Zusammenhang zur Aussage bestand, war zunächst unklar. Worum es in dieser Aussage ging, sagte die Polizei nicht. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag.

Die Meldung der Polizei:

Einschüchterungsversuch und Gewalt als Retourkutsche für Aussage vor Gericht? Möglicherweise um Rache für eine belastende Aussage zu nehmen, sollen ein 17- und zwei 18-Jährige einen jungen Mann aus Niederbayern im Stadtpark von Cham bedrängt und geschlagen haben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung sowie weiterer Delikte und bittet um Hinweise von Zeugen.

Am vergangenen Samstagabend, 10.03.2018, gegen 20:00 Uhr sollen drei Männer aus dem Landkreis Cham, dem 18 jährigen Niederbayern im Stadtpark gedroht und ihn geschlagen haben, weil er in einem Gerichtsverfahren gegen einen der Männer ausgesagt haben soll.

Dabei musste der Geschädigte unfreiwillig eine „Entschädigung“ leisten. Die Beteiligten sind namentlich bekannt. Zu guter Letzt drohten die drei jungen Männer ihrem Opfer mit weiteren Repressalien falls er diesbezüglich zur Polizei gehen sollte.

Dies wird die zuständige Dienststelle zu verhindern wissen und den Sachverhalt unter Einbindung der Staatsanwaltschaft aufklären.

Das Kommissariat 10 der Kriminalpolizei Regensburg mit Dienstsitz in Furth im Wald hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Wer kann Angaben zur dem Geschehen oder dem Personenkreis machen?

Sachdienliche Hinweise werden unter der Rufnummer 0941/506-2888 entgegengenommen.

dpa/MF