Burgweinting: Radler sollen besser geschützt werden

Kurz vor Einbruch des Winters hat die Stadtverwaltung in Burgweinting eine weitere Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt. Ähnlich wie in der Dr.-Gessler-Straße in Königswiesen oder in der Gumpelzhaimerstraße im Inneren Westen wurden auf der Fahrbahn der Obertraublinger Straße zwischen der Bushaltestelle an der Kirche und der Aubachbrücke Schutzstreifen für Radler abmarkiert. „Damit erhalten die Radfahrer hier einen Schutzraum, der vor allem den Autofahrern signalisiert: Achtung, hier findet Radverkehr auf der Fahrbahn statt“, erklärt Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann.

Schutzstreifen sind generell den Radlern vorbehalten. Allerdings reicht der Raum zwischen den Schutzstreifen nur für das Begegnen zweier Pkw. Wenn sich ein Pkw und ein Bus oder Lkw begegnen, muss ein Fahrzeug auf den Schutzstreifen ausweichen – natürlich ohne die Radler zu gefährden. Somit „gehören“ die Schutzstreifen nicht immer allein den Radlern, sie bieten aber, so erklärt sich der Name, einen „Schutzraum“ für Radler. Wenn ein Kfz einen Radler überholt, der auf dem Schutzstreifen unterwegs ist, muss er – wie in jeder anderen Straße auch – einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Das Parken und Halten auf den Schutzstreifen ist nicht erlaubt. Radler dürfen beim Überholen anderer, langsamerer Radler den Schutzstreifen auch verlassen.

Schutzstreifen für Radler wurden bundesweit schon in den 1990er Jahren eingeführt und erprobt. Nach einer intensiven Forschungsarbeit, vor allem hinsichtlich des Unfallgeschehens, wurden die Schutzstreifen auch formell in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. „Diese Form der Radverkehrsführung hat sich inzwischen etabliert und wird überall in Deutschland als sicheres und kostengünstiges Instrument der Radverkehrsförderung geschätzt“, so Schimpfermann. Im Unterschied zu Radwegen befinden sich Radfahrer auf Schutzstreifen immer im Blickfeld des Kfz-Verkehrs. Damit erhöht sich die Sicherheit insbesondere an den Stellen, an denen die meisten Unfälle passieren, nämlich an Einmündungen, Kreuzungen und Grundstückszufahrten.

„Auch in Regensburg sehen wir für die Schutzstreifen noch weitere Potenziale.“ So sollen sie künftig auch bei Neubauten, wie der umgestalteten und verlängerten Ladehofstraße zum Einsatz kommen.

Pressemitteilung Stadt Regensburg/MF