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Nach Rathausbrand: Straubing kehrt zur Normalität zurück

Nach dem gewaltigen Feuer im historischen Rathaus in Straubing soll die Stadtverwaltung so schnell wie möglich wieder handlungsfähig gemacht werden. Bereits am Montagnachmittag sollten große Teile der Behörde wieder den Betrieb aufnehmen, sagte Stadtsprecher Johannes Burgmayer. Einige Dienststellen seien bereits wieder an das Datennetz angeschlossen. Einschränkungen gebe es aber im Tourismusbüro und der Stadtkasse.

Für die Bürger wurde eine zentrale Telefonnummer (09421 9440) eingerichtet. An der vorderen Fassade des Rathauses wurde derweil zur Sicherheit ein Gerüst angebracht. «Es besteht zwar keine akute Einsturzgefahr, es könnten sich aber einzelne Fassadenteile lösen», erläuterte Burgmayer am Montag.

 

Brandursache noch unklar

Das Feuer hatte am Freitag große Teile des mehr als 600 Jahre alten Rathauses zerstört. Die Flammen im historischen Bereich des Gebäudes waren bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des Hauses geschossen. Verletzte gab es nicht. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) hatte am Wochenende bekräftigt, dass das Rathaus aus dem Jahr 1382 wieder komplett aufgebaut werden soll.

Zur Brandursache konnte die Polizei auch am Montag noch nichts sagen. Es seien Experten am Unglücksort. Beim Ausbruch des Feuers hatten Bauarbeiten im Rathaus stattgefunden. Ob diese für den Ausbruch verantwortlich waren, ist noch unklar.

Die Stadt Straubing informiert ihre Bürger auch über das soziale Netzwerk Facebook:

Brand in Straubing: Unsere Berichterstattung

Bis zu 15 Meter hoch schlagen die Flammen aus dem historischen Rathaus, dicke Rauchwolken ziehen über die Innenstadt: im historischen Rathaus von Straubing ist am Freitagnachmittag ein Feuer ausgebrochen.

 

Wie die Polizei Niederbayern auf Twitter mitteilt, brennt das Rathaus in Straubing. Die Polizei bittet, für die Einsatzfahrzeuge Platz zu machen und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Christkindlmarkt wurde bereits evakuiert, die Polizei bittet, die Innenstadt großräumig zu meiden.

17:08 Uhr: Die Polizei ruft erneut dazu auf, dringend Platz zu machen, damit nachrückende Einsatzkräfte nicht behindert werden! Sie sprechen von zum Teil über 15 Meter hohen Flammen.

Die Vermisstenstelle befindet sich am Ludwigsplatz 6 in Straubing, Suchende sollen sich bitte dorthin wenden!

18:03 Uhr: Die Polizei berichtet, dass die Flammen nach außen hin augenscheinlich eingedämmt sind, doch im Inneren sieht es anders aus - die Stabilität des Gebäudes wird zur Zeit überprüft.

18:12 Uhr: Die Feuerwehr hat den Brand laut eigener Aussagen unter Kontrolle. Bislang keine Verletzten!

Momentan sind rund 300 Feuerwehrmänner, circa 60 Rettungsdienstkräfte und etwa 60 Polizisten im Einsatz, die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch die ganze Nacht andauern. Die Stadtplatzsperrung bleibt über Nacht bestehen.

19:38 Uhr: Pressekonferenz verzögert sich - diese war für 19.30 Uhr im Räumen des Stadtmarketing im Stadtturm angesetzt. Nun muss eine andere Örtlichkeit gefunden werden, da der Rathauskomplex einsturzgefährdert ist und droht in Richtung Stadtturm zu stürzen.

19:52 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun gestartet und wird auf Twitter live übertragen. Den Tweet finden Sie hier: https://twitter.com/polizeiNB/status/802223546239885312

20:20 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet, rund 350 Einsatzkräfte sind vor Ort, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Brandursache ist aber immer noch unklar. Bis vor kurzem wurden am Dach des Rathauses Dachdeckerarbeiten durchgeführt, ob ein Zusammenhang mit dem Brand besteht, ist noch unklar.

Der historische Saal und der historische Dachstuhl sind vollständig ausgebrannt. Die ersten Feuerwehrkräften waren bereits fünf Minuten nach Eingang des Notrufs vor Ort, zu diesem Zeitpunkt stand schon der vorderste Teil in Vollbrand. Zum Glück blieben alle unverletzt.

"Das Brennen zu sehen, tut weh." - Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU)

20:52 Uhr: Es dringt immer noch erheblicher Rauch aus dem Gebäude, 2 Drehleitern sind momentan noch im Einstaz! Inzwischen behindern private Drohnenflieger über dem Rathaus die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die Polizei bittet eindringlich, dies zu unterlassen - 2 Personen wurden diesbezüglich schon zur Inspektion gebracht.

21:04 Uhr: Die Öffnung des Straubinger Christkindlmarktes für morgen ist noch unklar. Laut Polizei soll darüber später noch eine Entscheidung gefällt werden.

 

 

 

 

 

Was bisher geschah:

Nach ersten Angaben der Polizei ist noch unklar, ob es Verletzte gibt. Die Flammen schossen nach Polizeiangaben bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des Gebäudes. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz und versucht, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Die Ursache für den Brand ist noch unklar.

Der Christkindlmarkt in unmittelbarer Nähe wurde bereits geräumt, sei aber nicht von den Flammen betroffen, sagte Betreiber Josef Stelzl. Die Feuerwehr bewässere wegen des starken Funkenflugs aber die Verkaufsbuden. Der Weihnachtsmarkt sollte eigentlich am Freitagnachmittag offiziell eröffnet werden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des Rathauses bereits lichterloh in Flammen. Teile des Rathauses waren eingerüstet. Ob die Arbeiten im Dachstuhl des Gebäudes das Feuer ausgelöst hatte, ist zunächst noch unklar.

Nach Angaben der Stadt hatten die Bürger im Jahr 1382 das gotische Handelshaus erworben und es zum Rathaus umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde in dem dreigeschossigen Gebäude der gotische Giebel abgebrochen und eine neogotische Fassade errichtet.

 

 

Tweets der Polizei Niederbayern:

Reaktionen im Web:

 

 

Die Feuerwehr Straubing hat auf ihrer offiziellen Facebook-Seite Bilder aktuelle Bilder vom Einsatz gepostet. Sie bitten außerdem dringend Abstand zm Einsatzort einzuhalten!

 

 

 

 

 

 

 

MB/MF/dpa